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Alice Spayd – Die Schulmeisterin

Michael Werner und Alice Spayd (2017)

Alice Spayd zum 80. Geburtstag

„Wie neegscht an hunnert iss sie?“, lautet die Frage in Pennsylvania, wenn man wissen möchte, wie alt ein Geburtstagskind ist. „Noch weit fatt“, könnte die Antwort im Fall von Alice Spayd lauten, der Lehrerin für Pennsylvania-Deutsch, Chorleiterin und Organisatorin pennsylvanisch-deutscher Veranstaltungen. 80 Jahre alt wurde Alice im März 2024, und mit ihr freuten sich neben ihrem Mann und ihren Kindern 20 Enkel und 12 Urenkel. Brittany Hammons, eine Enkelin, die 2008 schon einmal ein halbes Jahr bei uns in Ober-Olm lebte, verriet mir noch, dass das erste Ur-Ur-Enkelchen im Oktober erwartet wird. 55 Jahre sind sie und Bill nun verheiratet. „Wow“, kann man da nur sagen, und natürlich erst einmal: „Hallicher Gebottsdaag, Alice – aa wammer wennich schpoot sinn!“

Geboren 1944 in Suedberg (PA), lebt Alice Spayd mit ihrem Mann Bill in Fredericksburg in Lebanon County (PA). Aber im Dialekt heißt der kleine Ort nach dem ursprünglichen Gründer Frederick Stump noch immer „Schtumbeschtettel“. Der allerdings hatte irgendwann in Carlisle 10 Mitglieder eines lokalen Indigenen-Stamms ermordert, und so entschieden sich die Bürgerinnen und Bürger zur Umbenennung der Siedlung in Fredericksburg. Im Dialekt halten sich alte Wörter und auch alte Bräuche besser, weshalb das Pennsylvania-Deutsche eine Schatzkammer ist, wenn man sich mit dem Pfälzischen beschäftigt.

Alice traf ich zum ersten Mal bei einer Universitätsveranstaltung am „Lebanon Valley College“ im Jahr 2002. Schon damals ging es um die Frage, was für den Erhalt des Pennsylvania-Deutschen getan werden kann. Alice Spayds Antwort war im gleichen Jahr die Gründung des Kinderchors „Die Schwadore Schalle“ (The sounds of the Swatara Creek), der überwiegend aus ihren eigenen Enkelinnen und Enkeln bestand. Heute singen auch Erwachsene mit. Daneben trat sie dem „Dolpechocken Saenger Chor“ von Francis D. Kline (1937-2013) bei, der jeden Monat im Lokalsender Berks County TV (BCTV) in der Sendung „Die deitsch Schtunn“ auftrat. Sie bot viele Jahre als „Schulmeeschtern“ einen Deutschkurs in Schaefferstown (PA) an. In der Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“ tauchte ihr Name erstmals bereits im Jahr 2000 auf. Mittlerweile ist sie seit vielen Jahren freie Autorin. Seit 2012 ist Alice Spayd Organisatorin des „Pennsylvanisch-Deitsch Zammelaaf“ in Bethel (PA), der Nachfolgeveranstaltung des „Pennsylvania German Festivals“, das bis einschließlich 2011 jährlich am Harrisburg Area Community College (HACC) abgehalten wurde. Kurz: Wenn es um „deitsch“ in der Region rund um Lebanon geht, kommt an Alice Spayd niemand vorbei.

Alice Spayd (2. von rechts) im Jahr 2002 am Lebanon Valley College. Auch dabei: Don Breininger (3. von links), bis heute einer der besten pennsylvanisch-deutschen Sprecher bei Veranstaltungen

Das möchte man auch überhaupt nicht, denn Alice, ihr Mann Bill (ein Linkshänder-Gitarrist) und ihre gesamte Familie sind ausgesprochen liebenswert. Ab 2005 habe ich immer wieder für einige Tage bei den Spayds wohnen dürfen, wenn ich in Pennsylvania war. Ihr jüngster Sohn William – genannt „Wilhelm“ – hat eine Frau geheiratet, die mit Prof. Alfred Shoemaker (1913-ca.1969) verwandt ist, neben Don Yoder einem der Mitbegründer des Kutztown Folk Festivals. Wilhelm arbeitet bei der Polizei, und seine Erzählungen gaben mir einen Einblick in den Alltag eines amerikanischen Polizisten. Er ist für einen Autobahn-Abschnitt zuständig und auch nachts im Streifenwagen oft allein unterwegs. Wenn er bei einem Einsatz Hilfe benötigt, ruft er über Funk Verstärkung. Ein bisschen erinnert das System noch an den Wilden Westen. Früher war es eben der Sheriff mit seinem Pferd – heute ist es der Polizist mit seinem Auto. Wir erleben das im Fernsehen, wenn am Ende eines Hollywood-Streifens beim Showdown auf einmal zehn Streifenwagen nebeneinander stehen.

Alice Spayd im Jahr 2015 als „Schulmeeschdern“ in „Historic Schaefferschteddel“ (Schaefferstown, Lebanon County) – ein Klick auf das Bild öffnet ein Video. Alice’s „Deitsch Class“ ist ab Minute 8 zu sehen

Eine interessante Persönlichkeit war auch Alice Spayds Vater, Edward Behney (1914-2012). Jedes Mal, wenn ich in Schtumbeschtettel zu Gast war, sprach ich lange mit ihm und ließ mir Geschichten von früher in Pennsylvania-Deitsch erzählen. Manchmal machten Alice und ich auch Tonaufnahmen. Da er schon sehr betagt war, schien er am Anfang eines Gesprächs immer ein wenig müde. Aber sobald wir in den Dialekt wechselten und er aus seinem langen Leben berichten konnte, erwachten die Lebensgeister. Am eindrucksvollsten war für mich seine Schilderung des 75. Jahrestages der Schlacht von Gettysburg im Jahr 1938. Der junge Ed sah sich in Gettysburg (PA) die Parade an. Betagte Veteranen der Nord- und Südstaaten, so erzählte er, fuhren gemeinsam auf einem offenen Wagen mit, und sie gerieten so in Streit, dass sie sich noch während des Umzugs zu prügeln begannen. Die Herren waren damals alle bereits über 90 Jahre alt! „Ya well, was kammer duh“, sagt man zu so etwas manchmal in pennsylvanisch-deitsch. Und: „Die Leit sinn, wie die Leit sinn!“

William „Wilhelm“ Spayd, Michael Werner, Frank Kessler und Ed Behney in Schtumbeschteddel (Frederickstown) im Jahr 2005

Die Verwandtschaft von Alice stammt teilweise aus dem Rheintal. Die „Hassinger“-Linie ist noch heute rund um Schornsheim und Wörrstadt im heutigen Rheinhessen zu Hause, und andere Linien stammen aus der Gegend um Landau in der Pfalz. Alice und Bill waren auch bereits Gast in unserem Haus, und in „Hiwwe wie Driwwe 2“ kommt sie zu Wort, Ich bin sicher, Monji El Beji und sie haben sich gut verstanden, auch wenn sie sich nicht immer im wörtlichen Sinne verstanden haben. Pfälzisch und Pennsylvania-Deutsch sind eben am Ende doch recht unterschiedlich.

56 Lessons: Mir lanne deitsch!

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Learn Pennsylvania German: It’s a real language, and it’s easy. Did you know that about 400,000 people in the U.S. and Canada speak it? And did you know that more than 1 million people in the Palatinate (Germany) speak a similar dialect? Don’t wait any longer … Doug Madenford offers a „Hiwwe wie Driwwe Online Class“ (also available on youtube.com).

Lessons:

Lesson 1: Introduction (Slides Lesson 1)
Lesson 2: Greetings and Introductions (Slides Lesson 2)
Lesson 3: Where you live (Slides Lesson 3)
Lesson 4: The Alphabet and Pronounciation (Slides Lesson 4)
Lesson 5: Numbers (Slides Lesson 5)
Lesson 6: Personal Pronouns (Slides Lesson 6)
Lesson 7: Verbs and Conjugation (Slides Lesson 7)
Lesson 8: Irregular Verbs (Slides Lesson 8)
Lesson 9: Questions and Question Words (Slides Lesson 9)
Lesson 10: Telling Time (Slides Lesson 10)
Lesson 11: Days, Months, Seasons (Slides Lesson 11)
Lesson 12: Nominative Case (Slides Lesson 12)
Lesson 13: Possessive Adjectives (Slides Lesson 13)
Lesson 14: to know (Slides Lesson 14)
Lesson 15: Family Members (Slides Lesson 15)
Lesson 16: Describing what you like (Slides Lesson 16)
Lesson 17: Accusative Case (Slides Lesson 17)
Lesson 18: The Weather (Slides Lesson 18)
Lesson 19: Present Progressive (Slides Lesson 19)
Lesson 20: Modal Verbs (Slides Lesson 20)
Lesson 21: Negation (Slides Lesson 21)
Lesson 22: Colors (Slides Lesson 22)
Lesson 23: Future Tense (Slides Lesson 23)
Lesson 24: Clothes (Slides Lesson 24)
Lesson 25: Dative Case (Slides Lesson 25)
Lesson 26: Rooms and Furniture (Slides Lesson 26)
Lesson 27: Separable Prefix Verbs (Slides Lesson 27)
Lesson 28: Body Parts (Slides Lesson 28)
Lesson 29: Reflexive Verbs (Slides Lesson 29)
Lesson 30: Emphasis Verbs (Slides Lesson 30)
Lesson 31: Holidays (Slides Lesson 31)
Lesson 32: Adjective Endings (Slides Lesson 32)
Lesson 33: Comparative and Superlative (Slides Lesson 33)
Lesson 34: Two-way prepositions (Slides Lesson 34)
Lesson 35: Present Perfect Tense (Slides Lesson 35)
Lesson 36: Places in a Town (Slides Lesson 36)
Lesson 37: Command Forms (Slides Lesson 37)
Lesson 38: Asking and Giving Directions (Slides Lesson 38)
Lesson 39: Conjunctions (Slides Lesson 39)
Lesson 40: Passive Voice (Slides Lesson 40)
Lesson 41: Subjunctive Mood (Slides Lesson 41)

Vocabulary:

Alle Sadde Wadde 1: Gediere uff re Bauerei (Animals on the farm)
Alle Sadde Wadde 2: Gediere in em Busch (Animals in the forest)
Alle Sadde Wadde 3: Veggel in re Luft (Birds in the air)
Alle Sadde Wadde 4: Obscht (Fruit)
Alle Sadde Wadde 5: Gaardesache (Vegetables)
Alle Sadde Wadde 6: Es Fleesch (Meat)
Alle Sadde Wadde 7: Milichsache un annere Sache (Dairy and other things)
Alle Sadde Wadde 8: Drinke (Drinks)
Alle Sadde Wadde 9: In re Kich (In the kitchen)
Alle Sadde Wadde 10: Ungeziffer (Insects and other creatures)
Alle Sadde Wadde 11: Blumme un Blanze (Flowers and plants)
Alle Sadde Wadde 12: Erdwadde (Geography terms)
Alle Sadde Wadde 13: Greider un Gewaerzer (Herbs and spices)
Alle Sadde Wadde 14: Verbs
Alle Sadde Wadde 15: More Verbs

Hiwwe wie Driwwe TV: Ebbes vun die 76. deitsch Versammling vun Baricks Kaundi

Sell iss en Video, ass unser HwD Co-Editor Doug Madenford geduh hot vun die pennsylvanisch-deitsch Versammling in Leesport, Berks County, im Abril. ‚S iss ferschuer derwaert fer sell abwatche. Viel Gschpass!

Deitsch Web TV: Die Mudderschprooch in Hollywood?

Glaabt’s odder net, awwer en pennsylvaanisch-deitschi Schtori kammer verleicht ball gucke in en Hollywood Movie. Schur! Verleicht henn deel vun eich schunt ebbes gheert vun die „Blue-eyed Six“, ass gwuhnt henn in Lebanon Kaundi in die 1880s. Sie henn ebber gematt, weil sie Geld henn gricke welle vun sei Inschurans. Bruce un Brian Kreider welle sell Project ans geh gricke un sinn am gucke fer was? Fer Geld. Do kennt dihr en Trailer watche, ass sie geduh henn en paar Munet zerick. Der Kall, ass schwetzt, guckt aardlich bekannt zu mir. Ich denk, ich hab ihn schunt gsehne in die Kutzeschtettel Gegend. Mer wisse net, eb sie aa die Mudderschprooch schwetze welle in die Movie selwert, awwer mer hoffe!

‚S Katz deitsch Schtick: Uffschtehe

Wann’s Zeit is fer uffschteh

Die Amschel is am singe in’m alde Appelbaam,
Mer heert en Hahne grehe,
Awwer’s laut yuscht wie en Draam.
Es kummt en wennich Helling an dem gleene Fenschder rei,
Yuscht ich bin net recht wacker un ich schlof ball widder ei.
Yetz is der Daed am bischbre in der Kammer unnich mir;
Die Sunn biepst schun en wennich—
Ya, un yetz rabbelt Babier;
Der Offedeckel glebbert un die Schpeicherdeer geht uff:
Noht ruft der Daed, “Kumm, Buwe, Meed,
‚S is Mariye, schtehet uff!”
Ich bin noch net recht wacker, un es is mir noch zu frieh,
Yuscht ich heer der Saem rufe, “Hier Sport,
Geh, hol die Kieh!”
Ich will net viel faulenze, will yuscht noch en wennich ruh;
Mei Aagedeckel sin noch schwer un falle widder zu.
‚S naegscht Ding, was ich vermarick,
Sin Mannsleit in der Kich;
Is waricklich schun gmolke? Dann besser schick ich mich!
Ich schtreck mich mol en wennich
Un schperr’s Maul uff dabei
Ich dreh mich nochmol rum im Bett—
Dann schlof ich widder ei.
Yuscht net fer lang. Was heer ich yetz?
Die Schpeicherdeer geht uff:
Die Memm ruft nuff: “Kummscht net ball, Kind?
Du bischt schun sex Yaahr alt.
Bischt grank, Bu, odder was is letz?
Dei Oi watt ya ganz kalt!”
Un noht der Daed: “Wann’d net ball kummscht,
Noht kumm ich mol datt nuff!”
Yetz bin ich wacker, ganz un gaar, un fiehl aa ganz alreit.
Ich graeb mei Hosse gschwind un schpring—ich weess,
‘S is yetz die Zeit.

Isaac R. Horst

‚S Katz Deitsch Schtick: Vum Rege

Wann’s reggerich waar im Friehyaahr Yaahre zerick

Loss uns schwetze iwwer was zu duh uff en kalder, reggeriger Daag im Friehyaahr. Mir hen Yaahre zerick als Karepetlumpe gschnidde un zammegenaeht. Die waare no uff en groosser Balle gerollt fer zum Weewer odder zu der Kaundidscheel, wu die neie Karepet gemacht warre sin. Deel hen mir aa selwert gflochde un hen so runde Karepet rausgemacht fer uns. Mir hen als noch eens in unser Bettschtubb.
Hausbutze hot mer duh kenne—alles as wie die Karrepet naushenke uff der Weschlein fer gloppe. Schublaade hot mer gebutzt un neie Zeiding in die Schublaadboddem gelegt. Alle Boddem hen uffgewesche sei misse mit heemgemachde Seef. Die Wend hen aa abgewesche sei misse, so as alles schee sauwer waer bis es naegscht mol butze—im Schpotyahr.
Mer hot Niss rausgemacht: Walniss, Hickerniss. Un mer hot die geglobbt mit en Biggeleise un en Hammer. Mer hot es Eise im Schooss ghowe. Die Niss hen mer no rausgemacht vun die Schale mit en Sackmesser odder en Nisspick. Es waar schee fer so “Double Eagles,“ was mir en ganze Helft vun en Hickernuss gheesse hen, rausmache. Die waare schee fer uff die Grischtdaagskichlicher zu dricke. Sie hen aa gude Kuche un Boi gemacht. Deel hen mir aa in Taffy gemacht, wann es aus Melassich gemacht waar odder brauner Zucker. Als emol hen mir Grundniss in der Melassich-Taffy. Mir hen aa als Pulltaffy gemacht.
Welschkann hen mir aa oft gscheelt uff reggeriche Daage. Wann die Kolwe darich der Welschkann-Schaeler gange sin, waare als noch paar Kanne uff die Grutze. Die hen mir all abgemacht. Un mer hot der Schaeler net zu schtarick drehe darefe; yuscht langsam genunk fer die Arewet hatter mache, schunscht waere noch viel meh Kanne uff die Grutze gelosst. Die Grutze hen mir im Offe verbrennt im Summer.
Mir hen aa als Grummbiere gschnidde fer blanze. Yeder Schtick hot en Aag hawwe misse. Die Brotpanne hen mer oft gebutzt mit Seefelock un Holzesch. Des hot mer im Weschheisel geduh. Messere hen mir aa gscharreft uff en Schleifschtee unnich em Vorschutz. Des waar als en gudi Zeit, der Garret zu hausbutze. Mir sin darich all die alde Sache gange, awwer nix waar nausgschmisse.
En reggericher Daag war aa en gudi Zeit fer Gleeder flicke. Es Geilgscharr hot mer butze kenne mit heess Wasser un Seef, un no hot mer’s gschmiert fer es lummerich mache. Wann es schteif warre is, dann hot’s Ledder glei Schprunge nei grickt, un es hot verreisse kenne.
Der Keller hot mer uff so en Daag butze kenne. All die Schpinnewewe hen vun die Balke gebutzt sei misse. Der Grundboddem hot gekehrt sei misse, die Henklaade fer es gekaennt Sach hen gewesche sei misse. Alles hot in Addning sei misse, fer es Sach, as vun der kummende Ern in der Keller gebrocht sei watt. Die menscht Zeit hot die Arewet gschafft sei kenne, wann’s gereggert hot odder net. Awwer mehner vun die Familie hen helfe kenne, wann sie ihre annere Tschabbss im Feld odder an die Scheier net duh hen kenne.

Norman C. Hoffman

‚S Katz Deitsch Schtick: Mariyets un Owets

Mariyets un Owets

Mariyets scheint die Sunn so schee,
Owets geht der gehl Mund uff;
Mariyets leit der Daa im Glee,
Owets dreet mer drucke druff.

Mariyets singe all die Veggel,
Owets greischt die Laabgrott arig;
Mariyets globbt mer mit dem Fleggel,
Owets leit mer schun im Sarrig.

Alles dutt sich ennere do,
Nix bleibt immer so wie nau;
Was ehm Freed macht, bleibt net so,
Watt gaar arig ball hatt un rau.

Drowwe watt es annerscht sei,
Datt, wu’s nau so bloh aussicht;
Datt is mariyets alles fei,
Datt is owets alles licht.

Mariyets is datt Freed die Fill,
Owets is es aa noch so;
Mariyets is ehm’s Hatz so schtill,
Owets is mer aa noch froh.

Ach, wie dutt’s mich doch gelischde
Naach der blohe Wohning datt;
Datt mit alle gude Grischde,
Freed zu hawwe, Ruh alsfatt.

Wann sie mich ins Graab neidraage,
Greint net, denn ich hab’s so schee;
Wann sie “Es is Owet” saage,
Denkt, bei Ihm is’s eenerlee.

Emanuel Rondthaler (1815-1848)