Kategorie-Archiv: Neiigkeete

Elwedritsche-Jagd 2.0

Elwedritsche-Jagd mit Joachim Hey und „Hiwwe wie Driwwe“-Herausgeber Dr. Michael Werner

Natürlich kennen Sie Elwedritsche, und vielleicht waren Sie sogar schon einmal bei einer Elwedritsche-Jagd dabei. Bei dieser Pirsch kurz am 30. Oktober 2026 aber ist manches ein wenig anders: Der erfahrene Elwedritsche-Jäger Joachim Hey (www.heypfalz.de) nimmt seine Gäste mit in den Wald, um sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Fabeltier zu machen. Mit dabei ist diesmal aber Dr. Michael Werner, um über den gruseligen Hintergrund des Brauches aufzuklären. Wer bereit ist, sein Bild von den pfälzischen Elwedritsche ein wenig zurechtzurücken, sollte hier dabei sein – Erkenntniserweiterung nicht ausgeschlossen!

Wer bei einer normalen Elwetritsche Jagd noch nicht das Gruseln erlebt hat, ist hier genau richtig – Halloween meets Elwetritsche Jagd. Erleben Sie eine gruselnde Jagd und seien Sie gespannt. Es werden Ihnen ein Schnaps und mehrere Weine ausgeschenkt.

Mehr Informationen und den Link zur Buchung gibt es hier.

„Hiwwe wie Driwwe Award“ für die „Shooflies“

Pete Gustavson, Brigitte Weinsteiger, Adeleide Gustavson und Erika Gustavson erhalten den „Hiwwe wie Driwwe Featured Artists of the Year Award 2025“ von Co-Herausgeber Patrick Donmoyer in Leesport (PA)

Über 300 Gäste besuchten die 85. „Pennsylfawnisch Deitsch Fersommling Fon Baerricks Kaundy “ in Leesport (PA). Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Hiwwe wie Driwwe Co-Herausgeber Patrick Donmoyer der Band „The Shooflies“ den „Featured Artists of the Year Award 2025“. Die Shooflies spielten im Rahmen der „Hiwwe wie Driwwe Palatinate Tour“ im Oktober 2025 im Auswanderermuseum Oberalben, in der Gemeindebücherei Ober-Olm, beim Pfälzischen Mundartdichter-Wettstreit in Bockenheim sowie beim 19. Deutsch-Pennsylvanischen Tag im Theoodor-Zink-Museum in Kaiserslautern. Mehr als 700 Gäste kamen zu den Konzerten, die teilweise ausverkauft waren. Deshalb wird die Band im Herbst 2026 noch einmal in die Pfalz kommen, gemeinsam mit Patrick Donmoyer. Dann feiern die Gäste aus Pennsylvania gemeinsam mit Herausgeber Michael Werner und dem Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis „30 Jahre Hiwwe wie Driwwe“.

„Shooflies“ und Patrick Donmoyer beim Deutsch-Pennsylvanischen Tag 2026

The Shooflies 2026: Pete Gustavson, Brigitte Weinsteiger, Adelaide Gustavson und Erika Gustavson

Am 18. Oktober 2026 wird in Ober-Flörsheim mit einem Festakt der 20. Deutsch-Pennsylvanische Tag gefeiert. Seit über 300 Jahren leben die Nachfahren kurpfälzischer Auswanderer in Pennsylvania. Bis heute haben sie ihre Mundart und ihre Traditionen bewahrt. Zu ihnen gehören The Shooflies, eine Familienband aus dem Südosten Pennsylvanias. Im Rahmen der seit 2008 alljährlich durchgeführten „Hiwwe wie Driwwe Tour“ sowie als Teil der Reihe SOUNDS OF AMERICA der Atlantischen Akademie kommen The Shooflies für ein Konzert nach Ober-Flörsheim, Rheinland-Pfalz. 

The Shooflies geben dem 20. Deutsch-Pennsylvanischen Tag den musikalischen den Rahmen, an dem die Verbindung zwischen Rheinland-Pfalz und dem US-Bundesstaat Pennsylvania beleuchtet und gefeiert wird. Außerdem wird Patrick Donmoyer, Direktor des Pennsylvania German Cultural Heritage Centers der Kutztown University und Mitherausgeber der Zeitschrift von „Hiwwe wie Driwwe“, die dieses Jahr ihr 30. Jubiläum feiert, einen Festvortrag halten.

Mehr Infos: Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz

Sinsheimer Plakette für „Anonyme Giddarischde“!

„Die Anonyme Giddarischde“ mit Laudatorin Dagmar Gilcher in Freinsheim

„Die Anonyme Giddarischde“ erhielten am 8. März 2026 aus der Hand von Stadtbürgermeister Jochen Weisbrod in Freinsheim die „Hermann-Sinsheimer-Plakette“ überreicht. Damit ging die Auszeichnung in diesem Jahr an musikalische Experten für Pfalz und Pfälzisch – und sympathische Botschafter für eine weltoffene Pfalz. „Jeder kann Pälzer werre“, rief Frontmann Thomas „Edsel“ Merz den Zuschauern im vollbesetzten Von-Busch-Hof zu. Und: „Ritsch emol e Schtick am Disch … mer mache noch en wennich Blatz!“ „Hiwwe wie Driwwe“ gratuliert der Band von Herzen zu dieser verdienten Auszeichnung für ihr über 30-Jähriges Lebenswerk. Die Geschichte geht weiter …

„Hasselniss vum Vadder“ ist das Mundartgedicht des Jahres 2026

Matthias Zech – Autor des Gedichts „Hasselniss vum Vadder“

Rund 100 pfälzische Mundartautorinnen und -autoren sowie Mundart-Experten haben entschieden: Der Text „Hasselniss vum Vadder“ ist das „Pfälzische Mundartgedicht des Jahres 2026“. In einer Abstimmung, organisiert von „Hiwwe wie Driwwe“ und der „Pfälzischen Mundart-Stiftung“, setzte sich der Text gegen Manfred Decherts Gedicht „Vadder, ich muß geh“ durch. 70 Prozent der Stimmen entfielen auf die „Hasselniss“.

Beide Texte hatten sich als Siegergedichte der pfälzischen Mundart-Wettbewerbe – Bockenheim und Wallhalben – für diese Abstimmung qualifiziert. Die Urkunde wird Matthias im Rahmen der 49. Mundarttage Bockenheim erhalten, und zwar am Freitag, den 17. April 2026, beim „Abend der Pfälzischen Mundart-Stiftung“ im Weingut Griebel, Weinstraße 52.

Hasselniss vum Vadder

frieher
do hot er viel gebabbelt
gerechent hot er schnell
fescht gschafft hot er fer uns
un alle Leit hot er gholfe
draagelangt un hiegelangt
uff alle Hochziche gedanzt
gelacht un verzehlt
un verzehlt un gelacht

des alles kanner nimmie
heit mit seine 91
er hert nix mäh
er kennt känns mäh
hot uffgheert zu verzehle

stunnelang
dut er draus uff de Terrass
Niss uffmache
Hasselniss aus seim Gaade

E Kinnerbreigläselsche voll
Hot er mer mitgewwe

un ich du jeden Morche
do draus immer norre
äänie
in mei Müsli
ää äänzischie

do drin is alles
do drin do is
sei ganzie Lieb
sei ganzes Leewe

in dere Hasselnuss fer mich

Matthias Zech
Siegertext Pfälzischer Mundartdichter-Wettstreit Bockenheim 2025

Irish Palatines in Assenheim

Eigentlich wollten sie in die englischen Kolonien nach Nordamerika auswandern. Aber als 1709 mehrere tausend Pfälzer vor den Toren Londons kampierten und auf Weiterfahrt warteten, siedelte man etwa 3.000 von ihnen in Irland an – vor allem im Limerick County. Im katholischen Irland sollten sie das protestantische Element stärken. Ihnen zu Ehren hat die Irish Palatines Association gemeinsam mit dem Irischen Generalkonsulat Frankfurt eine Wanderausstellung konzipiert, die die Geschichte der Irish Palatines erzählt. Diese Woche war im Beisein von Generalkonsulin Anne-Marie Flynn und Austin Bovenizer von der Irish Palatines Association Eröffnung im Historischen Rathaus in Assenheim. Fast 100 Interessierte wollten dabei sein.

En Friehjohr fer unser Schprooch

Uwe Jung aus Rommersheim – einer der Initiatoren des Rheinhessischen Mundart-Festivals 2026

Rheinhessen liegt irgendwie „dazwischen“ – entstanden nach dem Wiener Kongress 1816 will die Region nicht (mehr) pfälzisch sein, aber auch nicht vom katholischen Mainz vereinnahmt werden. Noch heute meinen ganz alte Mainzer, wenn sie von der „Palz“ sprechen, mehr oder weniger alle Ortschaften südlich von Nieder-Olm. Die Region sucht ihre „Mitte und Identität“, wie es der Rheinhesse Volker Gallé aus Mauchenheim immer wieder ausdrückt. Am 21. Februar 2026 startet das fünfwöchige „1. Rheinhessische Mundart-Festival“ mit einem Vortrag von Gallé in der Alten Schule in Ober-Olm. Was kann ein solches Event für die Identität Rheinhessens leisten? Bringt es „en Friehjohr fer unser Schprooch“? Hiwwe wie Driwwe sprach mit dem Autor Uwe Jung aus Rommersheim, einem der Initiatoren.

HwD: Warum braucht Rheinhessen ein Mundart-Festival?

Uwe Jung: Die rheinhessische Mundart liegt seit Jahren brach, ist in der Öffentlichkeit wenig, in den Medien kaum noch wahrzunehmen. Zwar sind einzelne Autoren und mehrere Gruppen mit Mundartprogrammen in der Region unterwegs, jedoch liegt das Aushängeschild, der „Rheinhessische Mundartwettbewerb“, den es seit Mitte der 1980er Jahre gibt, seit der Corona-Pandemie im Dornröschenschlaf. Um dem entgegenzuwirken und neue Ideen zum Wohle der Mundart zu entwickeln, haben sich Freunde der lokalen Redensart zusammengefunden, um aktiv zu werden.

HwD: Wer macht mit und wie ist es organisiert?

Uwe Jung: Am Mundart-Festival nehmen ein gutes Dutzend Mundartautoren- und Musiker teil, viele davon sehr erfolgreich bei Mundartwettbewerben in Rheinhessen und der Pfalz. In Kooperation mit RheinhessenKULTur, einem Zusammenschluss rheinhessischer Kunst- und Kulturveranstalter, werden sechs Abendveranstaltungen angeboten, inklusive dem großem Mundartabend in Wörrstadt, an dem die ganze Bandbreite der Mundarten in Rheinhessen präsentiert werden soll. Zusätzlich gibt es drei Mundartführungen einheimischer Kultur- und Weinbotschafter.

HwD: Wo bekommt man online einen Überblick, und wo kann man Karten reservieren?

Uwe Jung: Die Veranstaltungen sind auf der Homepage des Touristik Center Rheinhessen Mitte unter „Events: RheinhessenKULTur 2026“ zu finden, dort sind auch die Kontakte für Kartenreservierungen aufgeführt.

Einen kompakten Blick gibt es auch auf „hiwwe-wie-driwwe.com“ auf der Themenseite En Friehjohr fer unser Schprooch, die Veranstaltungen zwischen dem Bockenheimer Murmeltiertag im Februar und den Bockenheimer Mundarttagen im April listet. Hier sind die Events des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals im Februar/März 2026 aufgeführt.

Das 1. Rheinhessische Mundart-Festival: Die Abschlussveranstaltung ist am 27. März in der Neubornhalle Wörrstadt