
Pennsylvanisch-Deutsch war über 200 Jahre lang eine überwiegend regional gesprochene Mundart im Südosten Pennsylvanias und den Tochtersiedlungen in Ohio, Indiana, Illinois und weiteren Staaten. Geschrieben wurde die Varietät nur von wenigen Sprechern, denn – das wissen wir alle – das mit der Verschriftlichung von Dialekten ist so eine Sache. Noch einmal komplizierter wird es, wenn das den Dialekt überdachende System nicht Standarddeutsch ist, sondern Englisch. Wer versteht „Air Light We Gates“ sofort als „Ehr Leit, wie geht’s?“ Man sieht sofort das Problem.
Luella Reed Sebo gebührt das Verdienst, den vielen Amerikanern pennsylvanisch-deutscher Herkunft ohne Dialekt-Sprachkenntnisse in Facebook eine Plattform zum Erlernen der Sprache gegeben zu haben: „En Daeglichi Deitschi Dos – A Daily Dose of PA Dutch“. Fast 5.000 Mitglieder tummeln sich in dieser Gruppe, in der Luella nahezu täglich neue Sprüche und pennsylvanisch-deutsche Wörter hochlädt. Auf diese Weise gibt sie auch Amerikanern eine Chance, in Kontakt mit ihrer Herkunft zu kommen, die nicht mehr im historischen Sprachgebiet des Pennsylvania Dutch Country leben.
Daneben unterrichtet die heute fast 80jährige auch Live-Kurse, wenn ihre Zeit es zulässt. Ich habe Luella ab 2010 immer wieder beim Kutztown Folk Festival getroffen, wo sie am Schreiwerfescht teilnahm. Organisiert wurde diese Veranstaltung ab 2006 bis zum Ende des Festivals 2024 von Dr. Bill Donner und Edward Quinter.
Der Pälzylvanier






























































