
Mit dem 1. Rheinhessischen Mundart-Festival hat die Region im Frühjahr 2026 ein starkes Zeichen für ihre sprachliche und kulturelle Identität gesetzt. Über mehrere Wochen hinweg wurde die rheinhessische Mundart in all ihren Facetten gefeiert – lebendig, humorvoll und generationsübergreifend.
Das Festival, initiiert von der Kooperation rheinhessenKULTur, verfolgte ein klares Ziel: die regionale Sprache wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und ihr eine Bühne zu geben. Dialekt ist in Rheinhessen nicht nur ein Mittel der Verständigung, sondern Ausdruck von Heimatgefühl, Geschichte und Lebensart.
In insgesamt rund neun Veranstaltungen – darunter Lesungen, musikalische Abende und Führungen – wurde deutlich, wie vielfältig Mundart sein kann. Autoren, Musiker und Kulturschaffende präsentierten ihre Werke „uff rheinhessisch“ und zeigten, dass Dialekt keineswegs veraltet ist, sondern modern interpretiert werden kann. Alle Veranstaltungen waren ausverkauft!
Das Festival startete im Februar 2026 und führte durch verschiedene Orte in Rheinhessen. Den Auftakt bildeten literarische Beiträge wie die Lesung von Volker Gallé, gefolgt von weiteren Veranstaltungen mit bekannten Mundartakteuren der Region. Neben klassischen Lesungen gab es auch interaktive Formate wie Stadtführungen in Mundart, die den Dialekt direkt im Alltag erlebbar machten. So wurde Sprache nicht nur gehört, sondern auch erlebt.
Den krönenden Abschluss bildete am 27. März 2026 ein großer musikalisch-literarischer Mundartabend in der Neubornhalle in Wörrstadt. Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen zuvor mündete das Festival hier in eine gefeierte Abschlussveranstaltung, die zahlreiche Besucher anzog. Auf der Bühne standen bekannte Größen der regionalen Mundartszene, darunter Volker Gallé, Jens Teschner, Maritta Reinhardt, Uwe Jung, das Mundart-Duo Ajoh sowie weitere Künstler.
Die Mischung aus Musik, Literatur und humorvollen Beiträgen sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Das Publikum erlebte Mundart in ihrer ganzen Bandbreite – von nachdenklich bis kabarettistisch. Die positive Resonanz auf das erste Festival zeigt deutlich: Das Interesse an regionaler Sprache ist ungebrochen. Gerade in einer Zeit zunehmender Globalisierung gewinnt die Pflege lokaler Identität an Bedeutung.
Das Rheinhessische Mundart-Festival hat nicht nur die Vielfalt des Dialekts sichtbar gemacht, sondern auch Menschen zusammengebracht – über Generationen hinweg. Die gefeierte Abschlussveranstaltung in Wörrstadt setzte dabei einen würdigen Schlusspunkt und macht Hoffnung auf eine Fortsetzung in den kommenden Jahren.



























































