des derf mer doch net des derf mer doch noch net emol denke un als dochder derf mer des doch schunn gar net denke
awwer s denkt sich ääfach doch awwer s denkt sich ääfach doch hoch awwer s denkt sich ääfach doch ach bei re dochder hoch
wann d doch endlich mol wann d doch endlich mol gehe detscht wann d doch endlich mol fer immer gehe detscht wann d doch endlich mol fer immer un ewig gehe kenne detscht mudder
jetzert mit deine 89 mudder
ich soll fer dich koche ich soll mer daach fer daach dei iwwerzwerches gegiftel aaheere ich soll dich verbinne un sauwermache ich soll der noch dabber dei briefe schreiwe un ich soll mich doch net so dabbich draastelle
du detscht doch noch alles heere du detscht der doch ach jetzert noch dei spritze selwer gewwe du detscht dich doch noch alle daach allää dusche
du hetscht dich doch frieher ach um mich gekimmert du hetscht s doch immer gut gemäänt mit mir du hetscht dich doch ach immer fer mich uffgeopfert
des is doch alles iwwerhaupt net wohr mudder awwer du hoscht jo doch widder recht wie immer mudder du hoscht recht wie all mei 61 lange johr lang mudder
un noch dezu vergesse soll ich alles annere mudder des is doch de falsche mann fer was gehscht n du mit zwää kinner noch schaffe brave kinner kricht mer doch net vum gut zuredde ennere mudder gebt mer doch net so beese widderworte do ghert ach mol widder gebutzt
un jedesmol wann ich mich iwwer was gfräät hab mudder hoscht du doch widder druff rumgetrambelt un hoscht mer s kabutt gemacht
awwer gell mudder
des derf mer doch net des derf mer doch noch net emol denke un als dochder derf mer des doch schunn gar net denke
awwer doch doch s denkt sich doch ääfach so bei deinere liewe dochder hoch
wann d doch endlich mol fer ewig gehe detscht mudder fer immer un ewig dochdochdoch
Matthias Zech
Mundartgedicht des Jahres 2025 – eine Aktion der Zeitschriften „VielPfalz“ und „Hiwwe wie Driwwe“
„Palatines“ campierten vor den Toren Londons (1709)
Von Michael Werner
Die Anfänge waren zaghaft: 1678 ließ sich eine Gruppe französischsprachiger Hugenotten, die zwischenzeitlich in Mannheim Zuflucht gefunden hatten, am Hudson River bei New York nieder. Ihre neue Siedlung nannten sie aus Dankbarkeit „Nouveau Palatinat“, später umbenannt in „New Paltz“.
Die ersten deutschsprachigen Siedler waren Mennoniten aus Krefeld, die mit der Frankfurter Compagnie unter Franz Daniel Pastorius (1651-1719) im Jahr 1683 in Philadelphia anlandeten und nördlich der Stadt die Siedlung „Germantown“ gründeten. Dorthin zogen 1685 auch erste Kurpfälzer aus Kriegsheim (bei Monsheim).
Die eigentliche pfälzische Massenauswanderung begann 1709. Belastet durch Kriege, hohe Abgaben und einen Hungerwinter waren viele Menschen offen für Veränderungen. Es kursierten Flugblätter mit dem Bildnis der Königin Anne und dem Hinweis, Großbritannien könne sich für die protestantischen Glaubensbrüder und -schwestern in der Kurpfalz einsetzen. Die Autoren waren wohl in Adelskreisen zu suchen. Viele einfache Menschen sahen ihre Chance auf ein besseres Leben, und im Laufe weniger Monate machten sich tausende den Rhein hinunter auf den Weg nach London in der Hoffnung, dort Hilfe zu erhalten und vielleicht den Platz in einem Schiff in die neue Welt.
Über 11 000 Menschen campierten schließlich vor den Toren der Stadt. Die Königin und ihre Regierung besorgten über 1 000 hochdeutsche Bibeln und jede Menge Geld, um die Menschen im Flüchtlingslager zu versorgen. Aber je länger der Aufenthalt dauerte, um so mehr kippte die Stimmung unter den Bürgern in London. Daniel Defoe (1660-1731), Autor des „Robinson Crusoe“, berichtete in seinem Buch „A Brief History of the Palatine Refugees“ (1709) über die Situation und ergriff als Journalist Partei für die Flüchtlinge. Er dokumentierte Rufe nach Obergrenzen und berichtete über fremdenfeindliche Hetze gegen die Deutschen ebenso wie über die Zivilcourage von Privatleuten, die versuchten, den Flüchtlingen zu helfen. In diesen Tagen entstand wohl der Ausdruck „Palatines“ als Sammelbegriff für alle Menschen, die den Rhein hinuntergekommen waren. Über 70 Jahre wurde er in diesem Sinne gebraucht und umfasste damit nicht nur Pfälzer, sondern alle ankommenden Einwanderer.
Aus der Kurpfalz kamen rund 8 500 Menschen, darunter auch Schweizer, die nach dem 30jährigen Krieg Aufnahme am Rhein gefunden hatten, weitere 2 000 aus Hessen-Darmstadt. Kleinere Gruppen stammten unter anderem aus Pfalz-Zweibrücken, Baden, dem Elsass, Hessen-Kassel sowie den Bistümern Mainz, Worms und Speyer.
3 000 Menschen wurden schließlich nach Irland geschickt, um das protestantische Element auf der Insel zu stärken, 3 000 weitere nach New York. 650 begleiteten den Schweizer Christoph von Graffenried (1661-1743) in die Kolonie New Bern nach North Carolina. Tausende weitere verstarben bereits in London und auf der Überfahrt bzw. wurden – weil katholisch – nach Hause geschickt.
Die Auswanderer nach New York begleiteten auf zehn Schiffen den neuen Gouverneur Robert Hunter und den Pfarrer Joshua Harrsch (1669-1719) genannt „Kochertal“. In der neuen Welt kamen sie 1710 an und sollten am Hudson River Pech und Teer für die britische Kriegsmarine herstellen. Bereits 1712 galt das Unternehmen als gescheitert, und die Briten überließen die Deutschen ihrem Schicksal. Die Familien schlugen sich durch, zunächst ins Schoharietal, 1723 ins Mohawktal. Eine wirklich sichere Bleibe fanden sie nicht, und so zogen im gleichen Jahr einige von ihnen – etwa 15 Familien – in einem Treck weiter nach Pennsylvania. Dort errichteten sie eine neue Siedlung am „Tulpehocken Creek“ westlich von Reading im Berks County. 2023 feierte die Region „Tulpehocken“ ihren 300. Geburtstag.
In den nachfolgenden Jahrzehnten wanderten mehrere zehntausend Menschen vor allem aus kurpfälzischen Regionen nach Pennsylvania aus, und zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1776 sollen 110 000 der insgesamt 225 000 Einwohner Pennsylvanias deutschsprachig gewesen sein. Da sie sich im Südosten des Staates in einem Gebiet von der Größe der deutschsprachigen Schweiz konzentrierten, war eine Sprachinsel entstanden. Vor allem in ländlichen Gebieten blieben die Neuankömmlinge oft unter sich. Bereits 1751 hatte der Verleger und Staatsmann Benjamin Franklin (1706-1790) gejammert: „Warum sollen wir leiden, dass die Pfälzer Bauernlümmel sich um unsere Ansiedlungen drängen und, indem sie in Rudeln zusammenwohnen, ihre Sprache und Sitten befestigen zum Verderben der unsrigen. Warum soll Pennsylvanien, das von Engländern gegründet wurde, eine Kolonie von Fremdlingen werden, die bald so zahlreich sind, daß sie uns germanisieren, anstatt wir sie englisieren, und die ja so wenig unsere Sprache und Gebräuche annehmen wie sie unsere Hautfarbe erlangen können.“
In der Zeit zwischen 1750 und 1780 bildeten sich aus den gesprochenen deutschen Dialekten wie Pfälzisch, Schweizerdeutsch, Elsässisch usw. erste gemeinsame sprachliche Elemente und Muster heraus, aus denen sich in der Folgezeit das Pennsylvania-Deutsche entwickelte. Prof. Mark Louden erzählt in seinem 2016 erschienenen Buch „Pennsylvania Dutch – The Story of an American Language“ die Entstehungsgeschichte der neuen Mundart umfassend und spannend. Bis zum Jahre 1834, als ein neues Schulgesetz die Stellung der hochdeutschen Sprache in Pennsylvania erstmals nachhaltig gefährdete, hatte sich längst eine relativ einheitliche Sprachvarietät entwickelt. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Überdachung durch das Hochdeutsche Jahrzehnt für Jahrzehnt immer schwächer, und das Pennsylvania-Deutsche musste als Mundart zunehmend auf eigenen Füßen stehen. Zwischen 1840 und 1870 vollzieht sich eine markante Veränderung auf den Friedhöfen: Grabsteine werden mehr und mehr englisch beschriftet. Die deutschsprachige Presse in Pennsylvania ist im Niedergang, und der 1. Weltkrieg beendet weitgehend die Ära deutschsprachiger Publikationen. Nur im religiösen Kontext hält sich die deutsche Standardsprache etwas länger.
Heute haben die Nachfahren der Auswanderer längst vergessen, was die Begriffe„Pfalz“ bzw. „pfälzisch“ bedeuten. Viele der kulturellen Muster, die uns „hiwwe“wie „driwwe“ verbinden, haben sie nichtsdestotrotz behalten.
Knapp 30 % der rund 13 Millionen Einwohner Pennsylvanias – also fast 4 Millionen Menschen – sind aktuell deutschstämmig. Das ist mit großem Abstand die größte Gruppe. Etwa 1 % der Einwohner dieses Staates spricht noch immer Pennsylvania-Deutsch, und das über 300 Jahre nach dem Beginn der deutschen Amerikaauswanderung.
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Veröffentlicht amFebruar 19, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für „Pälzer Krischer“ gehen auf Pennsylvania-Tour
Im Oktober letzten Jahres fand in Altrip bei Ludwigshafen ein besonderes musikalisches Ereignis statt. Die deutsche Folk-Band „Pälzer Krischer“ und der amerikanische Folk-Musiker Scott Reagan (aus Nazareth, PA) standen beim 19. Deutsch-Pennsylvanischen Tag zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und trugen Volkslieder in Pennsylvania Dutch und in pfälzischer Mundart vor.
Es war nicht nur ein großer Spaß für die Musiker, sondern auch für das begeisterte deutsche Publikum, das sich gut unterhalten fühlte und fasziniert feststellte, wie ähnlich das Pennsylvania Dutch dem Pfälzischen ist – selbst nach 300 Jahren Trennung. Die Veranstaltung war vom Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis e.V. organisiert worden. Unterstützt wurde das Event von der Atlantischen Akademie Kaiserslautern.
Unmittelbar nach dem Konzert wurde die Idee geboren, das Konzert in Pennsylvania zu wiederholen, wo viele Menschen Vorfahren haben, die im 18. Jahrhundert aus der Pfalz in die neue Welt gezogen waren. Die pfälzisch-pennsylvanische Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“ lud die Band ein, die Reise im Rahmen der Konzertreihe „Hiwwe wie Driwwe Pennsylvania Tour“ durchzuführen. Unter diesem Label treten seit einigen Jahren Künstlerinnen und Künstler als Botschafter der Pfalz in Pennsylvania auf. Vier Konzerte an unterschiedlichen Orten sind im Sommer 2025 geplant.
Scott Reagan und die „Pälzer Krischer“ freuen sich darauf, die Zuhörer in Pennsylvania im Juni 2025 mit einer besonderen Mischung aus Volksmusik zu unterhalten, die aus pennsylvanisch-deutschen Volksliedern, Liedern in pfälzischer Mundart und ein paar englischen Stücken besteht.
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Ein aktuelles Interview zum Buchprojekt „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ und zum „Murmeltiertag 2025“ findet sich aktuell im Youtube Channel des Senders RheinlOKal Worms. Zum Video gelangt man, wenn man hier klickt. Die Crowdfunding-Kampagne für das Buch läuft noch bis zum 28. Februar. Bitte hier unterstützen!
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Seit heute ist Folge 176 von Leni Bohrmanns Podcast-Serie „Backstage“ online. Wir sprechen eine knappe Stunde über Migration als Motor der menschlichen Entwicklung, über unsere entfernten Verwandten in Pennsylvania, die Ursprünge unserer Kultur in der Zeit der neolithischen Revolution im fruchtbaren Halbmond Vorderasiens … und natürlich über Elwedritsche und das neue Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“. Ich bedanke mich herzlich für die Einladung. Um zum Podcast zu gelangen, klicken Sie bitte hier.
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Herbert Tiefel (Hauptmann), Uli Keidel (Ortsbürgermeister) und Wieland Benß (Förderverein Mundart Bockenheim e.V.) beim Murmeltiertag 2025
Das war nicht schön, aber unmissverständlich: Wir müssen uns auf sechs weitere Wochen Winter einstellen. Verkündet hat das „Bockrem Bert“, das Bockenheimer Murmeltier, das in einem Weinfass im Park hinter dem „Haus der Deutschen Weinstraße“ lebt. Zum Glück – oder in diesem Fall vielleicht „Un-Glück“ – spricht Herbert Tiefel die Murmeltiersprache „Groundhogese“. Als Hauptmann von „Grundsau Lodsch No. 19 im alde Land“ gehört er mit seinen 18 Kollegen anderer Groundhog Lodges in Pennsylvania zu einem ganz engen Zirkel, in dem dieses Wissen weitergegeben wird. Rund 150 Gäste waren im Park anwesend uns sahen bei bestem Sonnenschein nicht nur ihren eigenen Schatten, sondern auch den Schatten von „Bockrem Bert“. Und damit war’s passiert, denn auch Bockrem Bert war sich angesichts der Faktenlage sicher: Schatten gesehen – der Winter bleibt noch sechs Wochen! Machen wir alle das Beste draus …
Kultplatz in BockenheimHerbert Tiefel mit den Hasslocher MackebachernUli Keidel, OrtsbürgermeisterHerbert Tiefel und Michael WernerSpannung bei der VerkündungSieht Bockrem Bert seinen Schatten?
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Veröffentlicht amJanuar 22, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für Wenn die KI im neuen Elwedritsche-Buch stöbert …
Wir leben in interessanten Zeiten. Füttert man eine spezielle KI mit dem Druck-PDF eines Buches, erstellt die nicht-menschliche Intelligenz daraus einen Podcast. Sehr erstaunlich und zum Anhören empfohlen. Bitte hier klicken.
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Erhalten Sie die aktuellen Auftritts- und Vortragstermine von Michael Werner hier: info@hiwwe-wie-driwwe.de
Aktuelle Termine:
27. März 2026: Abschlussveranstaltung des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals mit allen Beteiligten in der Neubornhalle Wörrstadt, 20 Uhr (Info: kulturkreis-woerrstadt.de)
16. April 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" in Otterstadt (Remigiushaus, 19 Uhr)
17. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Harald Schneider präsentiert sein Buch "Totgebabbelt", Weingut Griebel, Weinstraße 50, 19 Uhr. Eine Veranstaltung der Pfälzischen Mundart-Stiftung
18. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Mundart-Werkstatt (Vormittag) und 2. Pälzer Prosa Wettbewerb (Nachmittag), Weingut Griebel
9. Mai 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung). Theater Alte Werkstatt, Frankenthal
5. Juni 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung) beim Saarländischen Genealogentag
19. September 2026: Michael Werner begleitet eine Kulturveranstaltung des HuK Undenheim e.V. mit pennsylvanisch-deutschen Liedern
17. Oktober 2026: 74. Pfälzischer Mundartdichter-Wettstreit in Bockenheim. Festzelt, ab 14 Uhr.
23. Oktober 2026: Multimedia-Vortrag zum Thema "Der Elwedritsche-Code" in Undenheim; Heimatmuseum, 19 Uhr.
Macht mit beim "Pälzer Prosa Preis 2026". Einsendeschluss ist am 1. Februar 2026. Der Wettbewerb findet am 18. April 2026 statt.
Mundarttage Bockenheim 2026
Die Mundart-Werkstatt für pfälzische Nachwuchsautorinnen und Autoren. Termin: 18. April 2026. Bewerbungen sind bis 1. Februar 2026 möglich. Bitte dem Link folgen ...