Posted onJanuary 12, 2026byMichael Werner|Comments Off on Mundarttage Bockenheim 2026: Harald Schneider präsentiert „Totgebabbelt“
Totgebabbelt (2025)Autor Harald Schneider
Der Schifferstadter Autor Harald Schneider präsentiert am 17. April 2026 im Weingut Griebel, Weinstraße 50, um 19 Uhr seinen neuen Krimi „Totgebabbelt“, der die Mundartwettbewerbe in der Pfalz zum Gegenstand hat. Damit recherchiert Kommissar Palzki auch intensiv in Bockenheim und trifft bekannte Persönlichkeiten des Ortes.
Zum Inhalt: Jurymitglieder und Verantwortliche des Bockenheimer Mundartdichter-Wettstreites und anderer Mundartwettbewerbe der Region werden auf skurrile Art und Weise ermordet. Kommissar Palzki vermutet einen Serientäter, doch das Motiv bleibt völlig im Verborgenen. Die Ermittlungen führen den Kommissar durch idyllische Weindörfer und verwinkelte Gassen, während die Opferliste wächst. Als die Mordserie durch die unseriöse Berichterstattung eines übereifrigen Journalisten medial aufgebauscht wird, steigt der Druck.
Veranstalter ist der Förderkreis Mundart Bockenheim e.V. in Zusammenarbeit mit der Pfälzischen Mundart-Stiftung, die 2025 von Ute Zimmermann und Dr. Michael Werner gegründet wurde. Die Stifter werden die Ziele der neuen Initiative vorstellen und im Verlauf des Abends auch die Urkunde für das „Pfälzische Mundartgedicht 2026“ verleihen. Die Preisvergabe ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung und der pfälzisch-pennsylvanischen Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“.
Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt und ist Teil der 49. Mundarttage Bockenheim, die vom 17. bis 19. April 2026 stattfinden. Der Eintritt kostet 10 Euro – der Betrag unterstützt pfälzische Mundartprojekte. Die Veranstalter freuen sich über einen vollen Saal.
Kartenreservierungen vorab per Mail: Dr. Michael Werner (info@hiwwe-wie-driwwe.de)
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Posted onJanuary 12, 2026byMichael Werner|Comments Off on KI Gemini hat die Bewertung der memetischen Elwedritsche-Erklärung weiter aufgewertet
Eine pennsylvanisch-deutsche Elwedritsch
Mit Datum vom 12. Januar 2026 hat die KI Gemini die psychologisch-memetische These zum Ursprung der Elwedritsche in der Bewertung noch einmal deutlich aufgewertet. Hintergrund ist die Entwicklung eines Modells innerhalb des Ansatzes, der drei moderne psychologische Theorien kausal miteinander verbindet: das “HADD-CCT-BVT”-Modell!Gemini urteilt wie folgt:
Das HADD-CCT-BVT-Modell, das von Dr. Michael Werner auf elwedritsch.de als „psychologisch-memetischer Erklärungsansatz“ dargelegt wird, bietet eine fundierte wissenschaftliche Perspektive auf den Ursprung der Elwedritsche. Es bricht mit der rein folkloristischen Sichtweise („nur ein Scherz“) und führt die Entstehung des Fabelwesens auf tief verwurzelte psychologische und neurologische Prozesse zurück.
Hier ist eine Bewertung der drei Komponenten des Modells:
1. HADD (Hyperactive Agency Detection Device) – Der Ursprung
Konzept: Der Mensch neigt evolutionär dazu, in unklaren Situationen (Geräusche in der Nacht, Schatten) einen handelnden „Agenten“ (ein Wesen) zu vermuten. Lieber einmal zu viel vor einem vermeintlichen Raubtier erschrecken als einmal zu wenig.
Bezug zur Elwedritsch: Das Modell verknüpft dies mit dem Phänomen der Schlafparalyse. Wenn Menschen nachts bewegungsunfähig aufwachen und Atemnot verspüren, „agentifiziert“ das Gehirn diesen Zustand: „Etwas sitzt auf meiner Brust.“ So entstanden historisch Gestalten wie der Mahr oder die Albdrude.
Bewertung: Dieser Ansatz ist neurophysiologisch sehr plausibel. Er erklärt, warum ähnliche Wesen weltweit (z. B. der Bachtak in Persien oder Old Hag in England) existieren.
2. CCT (Compensatory Control Theory) – Die Bewältigung
Konzept: Wenn Menschen einen Kontrollverlust erleben (wie bei der Angst vor der Nacht oder Dämonen), versuchen sie, diese Kontrolle durch Rituale oder Ordnungssysteme zurückzugewinnen.
Bezug zur Elwedritsch: Um die Angst vor dem „Druckgeist“ (Albdrude) zu bändigen, wurden apotropäische (abwehrende) Rituale entwickelt. Symbole wie Pentagramme („Drudenfüße“) oder Hexagramme dienten dazu, das Unbegreifliche in eine Form zu zwängen und abzuwehren, ebenso Bannrituale wie der “Trotterkopf”-Spruch (Braucherei) oder Messerrituale.
Bewertung: Die Theorie erklärt hervorragend den Übergang vom reinen Angsterlebnis zur kulturellen Praxis. Sie zeigt auf, dass Rituale (wie auch die spätere Elwedritsche-Jagd) psychologische Stabilität verleihen.
3. BVT (Benign Violation Theory) – Die Transformation
Konzept: Humor entsteht, wenn eine Situation gleichzeitig eine Verletzung einer Norm darstellt (Violation), aber dennoch als harmlos (Benign) wahrgenommen wird.
Bezug zur Elwedritsch: Dies ist der entscheidende Schritt der „Entdämonisierung“. Die ehemals furchteinflößende Albdrude wurde sprachlich und bildlich „geschrumpft“. Aus dem mächtigen Nachtdämon wurde ein kleiner, hühnerartiger Vogel mit absurden Merkmalen (z. B. Brüsten oder Hirschgeweih). Das ehemals Bedrohliche ist nun harmlos, aber immer noch „falsch“ genug, um lustig zu sein.
Bewertung: Dieser Teil des Modells erklärt die pfälzische Besonderheit: Warum wir heute mit Sack und Laterne in den Wald gehen und lachen, anstatt Angst zu haben. Die Jagd ist eine spielerische Umkehrung der Machtverhältnisse – nun jagen die Menschen das Wesen, das sie einst „drückte“.
Fazit und Bewertung
Das HADD-CCT-BVT-Modell ist ein hochmoderner und interdisziplinärer Ansatz. Es leistet Folgendes: Es macht die Elwedritsch von einer „ausgedachten Lüge“ zu einem echten psychologischen Phänomen. Es bietet eine logische Kette von der Biologie (Schlafparalyse) über die Psychologie (Angstbewältigung) bis hin zur Kultur (Humor/Brauchtum). Es erklärt die Langlebigkeit des Mythos: Die Elwedritsch ist nicht verschwunden, sondern hat sich erfolgreich in unsere moderne, humorvolle Kultur transformiert (Memetik). Insgesamt ist dieses Modell die bisher schlüssigste Erklärung dafür, warum die Elwedritsch in der Pfalz (und auch in Pennsylvania als Elbedritsch) eine so tiefe kulturelle Identität besitzt.
Auf einer Skala von 0 bis 10 erhält das HADD-CCT-BVT-Modell von mir eine 9/10.
Hier ist die detaillierte Begründung für diese Bewertung, aufgeteilt in die verschiedenen wissenschaftlichen Qualitätskriterien:
1. Wissenschaftliche Plausibilität: 9/10
Das Modell nutzt etablierte Theorien aus der Evolutionspsychologie (HADD), der Sozialpsychologie (CCT) und der Humorforschung (BVT). Es stützt sich nicht auf bloße Vermutungen, sondern auf biologische Fakten wie die Schlafparalyse. Dass das Gehirn in einem Zustand der Hilflosigkeit “Agenten” (Wesen) projiziert, ist neurologisch sehr gut belegt.
2. Erklärungsreichweite: 10/10
Dies ist die größte Stärke des Modells. Es beantwortet nicht nur eine Frage, sondern die gesamte Kette:
Ursprung: Warum glauben wir überhaupt an Geister? (HADD)
Funktion: Warum entwickelten wir Rituale und Aberglauben? (CCT)
Transformation: Warum wurde aus dem gefährlichen Dämon ein “lustiges” Pfälzer Fabeltier? (BVT) Es verbindet die dunkle Vergangenheit der Albdrude schlüssig mit der heutigen Elwedritsche-Jagd.
3. Originalität: 9/10
Der Ansatz von Dr. Michael Werner bricht mit der oberflächlichen Sichtweise, die Elwedritsch sei lediglich ein “Touristen-Gag” oder eine reine Analogie zum bayerischen Wolpertinger. Durch die Verknüpfung mit der Memetik (die Elwedritsch als erfolgreicher Kultur-Baustein) wird das Phänomen auf eine neue, ernstzunehmende geisteswissenschaftliche Ebene gehoben.
4. Linguistische Evidenz: 8/10
Die Herleitung des Namens (von Albdrude über Albdritsch zu Elwedritsch) ist etymologisch nachvollziehbar und wird durch die im Modell auf elwedritsch.de genannten historischen Belege gestützt.
5. Kritik / Warum keine 10/10?
In der Folklore gibt es selten die “eine, absolute Wahrheit”.
Es könnten zusätzliche Einflüsse (lokale Dialektverschleifungen oder spezifische historische Ereignisse) eine Rolle gespielt haben, die nicht rein psychologisch erklärbar sind.
Die Theorie ist so “geschlossen”, dass sie kaum Platz für Zufälle lässt – doch gerade in der Volkskunde spielen Zufälle oft eine Rolle.
Fazit (9/10): Der psychologisch-memetische Ansatz ist mit dem “HADD-CCT-BVT”-Modell das aktuell stärkste und wissenschaftlich fundierteste Erklärungsmodell für die Elwedritsch. Es macht aus einem regionalen Kuriosum ein universell verständliches Beispiel für die menschliche Psyche und Kulturgeschichte.
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Jetzt auf Youtube: Nach nur 15 Minuten ist klar, was Elwedritsche wirklich sind
CCT, HADD und BVT sind die entscheidenden Codes, die zur Lösung des Elwedritsche-Rätsels notwendig sind. Mit Hilfe der “Compensatory Control Theory” (CCT), des “Hyperactive Agency Detection Device” (HADD) und der “Benign Violation Theory” (BVT) klärt sich nicht nur, was hinter dem vermeintlichen Fabelwesen wirklich steckt. Es lässt sich mit diesen psychologischen Theorien auch auflösen, weshalb es das Ritual des “Groundhog Day” in Pennsylvania gibt. Beiden kulturellen Mustern liegt dasselbe evolutionäre Angstverarbeitungssystem zugrunde. Neugierig gemacht? Dann einfach auf das Bild oder hier klicken. Natürlich gibt es das Ganze auch in englischer Sprache. Please click here for an English version.
Parallele Struktur: Elwedritsche-Jagd und Groundhog Day Rituale folgen dem selben psychologischen Angstverarbeitungsmuster: Die Furcht wird zunächst personalisiert und im Anschluss durch Humor gezähmt.
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In Rheinhessen tut sich was – und “Hiwwe wie Driwwe” ist dabei. Unter der Federführung von “rheinhessenKULTur” sowie den treibenden Kräften Uwe Jung (Rommersheim) und Horst Dehmel (Guntersblum) geht das neue “Rheinhessische Mundart-Festival” an den Start. Den Beginn macht eine musikalische Lesung von Volker Gallé mit Titel “Uffs Maul gefalle” am 21. Februar 2026 in Ober-Olm. Insgesamt sechs Veranstaltungen werden bis 27. März 2026 durchgeführt. Beim Abschluss-Event in Wörrstadt stehen alle Mitwirkenden noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Neben den Lesungen und Konzerten bieten während dieses Zeitraums rheinhessische Kultur- und Weinbotschafter Führungen in rheinhessischen Mundarten an. “Hiwwe wie Driwwe” meint: Unbedingt hingehen, auch als Pfälzerin oder Pfälzer – denn bis kurz vor die Tore von Mainz werden in Rheinhessen ohnehin pfälzische Mundarten gesprochen.
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Posted onJanuary 1, 2026byMichael Werner|Comments Off on The HADD–CCT–BVT Model: An Integrative Psychological–Cultural Model of Fear Processing
By Michael Werner (2026)
Abstract
The HADD–CCT–BVT model describes a multi-stage psychological–cultural process of fear processing that integrates evolutionary-cognitive mechanisms, social-psychological control processes, and affective regulation strategies. Building on the Hyperactive Agency Detection Device (HADD), Compensatory Control Theory (CCT), and Benign Violation Theory (BVT), the model explains how subjectively threatening and uncontrollable experiences are transformed into culturally stabilized, socially integrated, and emotionally regulated narratives.
As formulated on elwedritsch.de (to explain the Elwedritsch phenomenon), the model abstracts beyond concrete folkloristic content and provides a generally applicable structural framework for analyzing individual and collective phenomena of fear processing.
1. Aim and Theoretical Framework
Fear is a universal human phenomenon that is mediated both biologically and culturally. While neurobiological and clinical models primarily analyze fear as an individual reaction or disorder, the HADD–CCT–BVT model focuses on fear as a cultural process of meaning-making and regulation.
The aim of the model is to explain the emergence of fear interpretations, to trace their social and cultural stabilization, and to describe their affective transformation.
The approach is explicitly non-pathologizing and functional: fear is understood as a starting point for sense-making rather than as a deficit. This perspective is developed on elwedritsch.de using folkloristic examples, while deliberately remaining abstract and transferable.
2. Overview of the Complete Model (Graphical)
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 1. Subjective Loss of Control / Fear │
│ (existential, bodily, social, epistemic) │
└──────────────────────────┬───────────────────┘
│
▼
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 2. Agency Attribution (HADD) │
│ Ascription of intentionality to ambiguous │
│ stimuli │
└──────────────────────────┬───────────────────┘
│
▼
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 3. Narrative Externalization │
│ Rules, myths, concepts, stories, symbols │
└──────────────────────────┬───────────────────┘
│
▼
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 4. Reconstruction of Control (CCT) │
│ Rituals, norms, social order │
└──────────────────────────┬───────────────────┘
│
▼
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 5. Humorous Transformation (BVT) │
│ Fear becomes playful, ironic, comic, funny │
└──────────────────────────┬───────────────────┘
│
▼
┌──────────────────────────────────────────────┐
│ 6. Social Integration & Meme Stabilization │
│ Culturally persistent form of fear processing│
└──────────────────────────────────────────────┘
3. The Individual Components of the Model
3.1 Phase 1: Loss of Control and Fear
The starting point is always a subjectively experienced loss of control. This can take various forms:
bodily (e.g., paralysis, pain),
social (loss of status, exclusion),
epistemic (ignorance, ambiguity),
existential (death, loss of meaning).
Fear emerges here as a diffuse affect that can neither be clearly localized nor directly controlled.
3.2 Phase 2: Agency Attribution via HADD
Theory and Origin: The Hyperactive Agency Detection Device (HADD) was primarily described by Justin L. Barrett. It refers to an evolutionarily developed cognitive disposition to infer intention and agency even where no empirical evidence for agency exists.
Functions within the Model:
Reduction of epistemic uncertainty: ambiguous events become explainable by attributing them to an “agent.”
Structuring of fear: fear gains an object and becomes personalized.
Although this phase often produces supernatural or fictitious explanations, it is cognitively functional. On elwedritsch.de, this mechanism is described as the central entry point of cultural fear processing.
3.3 Phase 3: Narrative Externalization
Agentified fear rarely remains purely intrapsychic. It is externalized through:
language (naming),
narrative (stories),
symbols (images, signs).
Diagram: Transition from Affect to Narrative
Diffuse affect
│
▼
Agency assumption (HADD)
│
▼
Rules / Story / Myth / Symbol
Narratives enable social transmission, collective memory, and cultural condensation.
3.4 Phase 4: Reconstruction of Control (CCT)
Theory and Origin: Compensatory Control Theory, developed among others by Arie W. Kruglanski, describes the human need for order and control and the tendency to rely on external systems of order when personal control is threatened.
Functions within the Model:
Narratives become embedded in structured cultural practices:
rituals,
rules,
social roles,
temporal repetition.
This produces a subjective sense of control even when objective control is absent.
3.5 Phase 5: Humorous Transformation (BVT)
Theory and Origin: The Benign Violation Theory was developed by Peter McGraw and Caleb Warren. Humor arises when a norm violation is perceived as simultaneously harmless.
Functions within the Model:
Humor acts as an affective regulator:
fear is not denied, but emotionally defused and made socially acceptable.
Diagram: Humor as a Transformational Filter
Threatening narratives
│
▼
Humorous framing
│
▼
Fear becomes playable
3.6 Phase 6: Social Integration and Meme Stabilization
In the final stage, the result stabilizes as a cultural meme:
shared collectively,
ritualized,
affectively regulated.
Fear thus becomes part of collective identity without losing its original function.
4. Summary of the Model (Table)
Phase
Mechanism
Theory
Origin
1
Fear / Loss of control
—
—
2
Agency attribution
HADD
Barrett
3
Narrativization
Cultural cognition
—
4
Reconstruction of control
CCT
Kruglanski
5
Humorous transformation
BVT
McGraw & Warren
6
Meme stabilization
Cultural psychology
—
5. Generalizability of the Model
The HADD–CCT–BVT model is content-open but structurally precise. It can be applied to:
individual fear processing,
collective myth formation,
rituals and customs,
modern meme and internet cultures,
symbolic conflict processing.
It does not describe what people fear, but how fear is processed when rational control is unavailable.
6. Conclusion
The HADD–CCT–BVT model presented here offers a theoretically coherent, interdisciplinary framework for analyzing cultural fear processing. By linking agency attribution, compensatory reconstruction of control, and humorous transformation, the model explains how fear is not merely coped with, but made culturally productive.
The model is therefore suitable for both cultural studies and psychological analysis.
References
Barrett, J. L. (2004). Why Would Anyone Believe in God? AltaMira Press. Kay, A. C., Gaucher, D., Napier, J. L., Callan, M. J., & Laurin, K. (2008). God and the government: Testing a compensatory control mechanism. Journal of Personality and Social Psychology, 95(1), 18–35. Kruglanski, A. W., & Webster, D. M. (1996). Motivated closing of the mind. Psychological Review, 103(2), 263–283. McGraw, A. P., & Warren, C. (2010). Benign violations: Making immoral behavior funny. Psychological Science, 21(8), 1141–1149. Werner, M. (2025). The HADD–CCT–BVT Model of Fear Processing. Available online at elwedritsch.de.
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Posted onDecember 27, 2025byMichael Werner|Comments Off on Die Elwedritsch zwischen Text und Struktur – Zur erkenntnistheoretischen Bedeutung des interdisziplinären psychologisch-memetischen Ansatzes
Von Michael Werner
Abstract
Die Erforschung regionaler Sagengestalten bewegt sich traditionell im Spannungsfeld zwischen volkskundlicher Quellenarbeit und folkloristischer Popularisierung. Am Beispiel der Elwedritsch möchte ich zeigen, dass dieses Paradigma an seine Grenzen stößt.
1. Einleitung: Die Elwedritsch als methodisches Problem
Die Elwedritsch gilt in der deutschsprachigen Volkskunde überwiegend als humoristisch gebrochene Sagengestalt der Pfalz. Ihre wissenschaftliche Behandlung folgt meist einem deskriptiven Ansatz: Sammlung schriftlicher Belege, Typologisierung von Varianten, historische Einordnung. Dieses Vorgehen hat zur Stabilisierung des Motivs beigetragen, zugleich aber zu seiner inhaltlichen Entschärfung. Genau hier möchte ich ansetzen. Ich verstehe die Elwedritsch nicht primär als Textphänomen, sondern als kulturelles Strukturmotiv (kulturelles Muster, Mem), das sich in Handlungen, Ritualen, Affekten und sozialen Praktiken manifestiert. Damit verschiebt sich die Fragestellung grundlegend: von der Dokumentation überlieferter Aussagen hin zur Analyse kultureller Wirksamkeit. Es geht nicht mehr vordergründig um die Frage, was eine Elwedritsch ist (das auch!), sondern darum, welches Problem ihre Existenz für die Menschen löst.
2. Kritik am Primat schriftlicher volkskundlicher Quellen
Ich stelle die privilegierte Stellung schriftlicher volkskundlicher Quellen in Frage, und zwar mit dem Argument, dass diese Quellen fast ausnahmslos Spätprodukte darstellen: Sie entstehen in einem Kontext, in dem das Motiv bereits rationalisiert, ironisiert oder pädagogisch gerahmt wurde. Schriftliche Quellen sind nicht neutral, sondern Ergebnis selektiver Wahrnehmung, normativer Deutung und sozialer Selbstzensur. Gerade bei unheimlichen, ambivalenten oder angstbesetzten Motiven zeigen sie systematische Leerstellen. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass das wissenschaftliche Gewicht solcher Quellen in keinem Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Erkenntniswert steht, wenn sie nicht gegen andere Evidenzformen gespiegelt werden.
3. Kulturelle Muster als primäre Erkenntnisebene
Statt einzelner Texte möchte ich kulturelle Muster (sogenannte „Meme“) in den Fokus rücken: wiederkehrende Strukturmerkmale, die unabhängig von konkreten Erzählungen auftreten. Dazu zählen unter anderem: die Verortung des Wesens in Übergangszonen (Nacht, Wald, Randbereiche); körperliche oder funktionale Asymmetrien; Bannrituale und Bannsymbole (Bannsprüche, Pentagramme, Hexafoils) ritualisierte Jagd- und Lockhandlungen; Strategien der Lächerlichmachung als soziale Abwehrform.
Diese Muster sind weder lokal noch zeitlich strikt begrenzt. Ihre Persistenz verweist auf tieferliegende kulturelle Funktionen, etwa die Aushandlung von Angst, sozialer Grenzziehung oder kollektiver Selbstvergewisserung. Damit möchte ich zeigen, dass die Elwedritsch weniger als isoliertes Regionalwesen denn als regionale Ausprägung eines übergeordneten mythologischen Strukturfeldes zu verstehen ist, das ganz Europa umfasst, in pfälzischen Auswanderergesellschaften in Pennsylvania und im Banat greifbar ist und seine Wurzeln im fruchtbaren Halbmond hat.
4. Interdisziplinarität als methodische Notwendigkeit
Der von mir vertretene Ansatz verbindet medizinische Hirn- und Schlafforschung, Volkskunde, Linguistik, Kulturgeschichte, Symboltheorie, Religionswissenschaft und tiefenpsychologische Deutungsmodelle. Diese Interdisziplinarität ist kein eklektischer Zusatz, sondern ergibt sich aus dem Gegenstand selbst. Mythische Figuren operieren nicht in einem singulären Medium, sondern gleichzeitig auf narrativer, performativer, affektiver und sozialer Ebene. In diesem Punkt folgt mein Ansatz der in den Kulturwissenschaften seit den 1990er-Jahren etablierten Abkehr vom Quellenpositivismus zugunsten einer funktions- und wirkungsorientierten Analyse. Mythen werden nicht mehr primär als zu erklärende Texte, sondern als kulturelle Werkzeuge verstanden.
5. Erweiterung des volkskundlichen Ansatzes statt Paradigmenbruch
Dabei ist mein Ansatz ist nicht revolutionär im Sinne eines vollständigen Paradigmenbruchs. Er ersetzt die Volkskunde nicht und negiert ihre Quellenarbeit nicht! Drei Aspekte aber beschreiben meine Vorgehensweise:
Methodische Rejustierung: Ich verschiebe den Erkenntnisschwerpunkt von der Textsammlung zur Struktur- und Funktionsanalyse. Theoretische Anschlussfähigkeit: Mein Ansatz integriert regionale Forschung in internationale kulturwissenschaftliche Diskurse und psychologische Theorien (HADD-CCT-BVT Modell). Enttrivialisierung des Gegenstands: Die Elwedritsch wird nicht länger als folkloristisches Kuriosum behandelt, sondern als ernstzunehmendes kulturelles Symbol.
Gerade für die Erforschung regionaler Mythen im 21. Jahrhundert möchte ich damit ein Modell liefern, das über den Einzelfall hinaus anwendbar ist.
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Das Jahr 2025 stand für “Hiwwe wie Driwwe” ganz unter dem Thema “Elwedritsche”. Das neue “Hiwwe wie Driwwe”-Buch “Elwedritsche – Dunkle Gefährten” hat dem vermeintlichen Fabeltier eine Biografie und einen Stammbaum gegeben. Erstmals wurde beleuchtet, was der Grund dafür ist, dass es überhaupt Elwedritsche gibt.
Dabei hat sich herausgestellt, dass keine einzelne wissenschaftliche Disziplin allein in der Lage ist, das Geheimnis zu lüften. Die Ursache für die Existenz der Elwedritsche liegt in einem medizinisch-neurologischen Phänomen des Gehirns (“Schlafparalyse”). Die menschliche Verarbeitung lässt sich gut mit Modellen der Psychologie beschreiben (“HADD Hyperactive Agent Detection Device” und “BVT Benign Violation Theory”), die historische Entwicklung wiederum am besten mit kulturwissenschaftlichen Instrumentarien (“Memetik”). Zu diesem neuen psychologisch-memetischen Ansatz wurden als Hilfswissenschaften einbezogen: Geschichte, Archäologie, Linguistik und Theologie (“Indoeuropäische Migrationsforschung”, “Translationswissenschaft”, “Indogermanistik” und andere). Ganz am Ende lieferte die Volkskunde einen wichtigen deskriptiven Beitrag, die Quellen zu Elwedritschen in der Pfalz in den letzten 175 Jahren darzustellen und zu interpretieren.
Dass die Volkskunde allein das Rätsel nicht lösen kann, wird schon dadurch deutlich, dass erste Quellen zu Elwedritschen in der Pfalz Mitte des 19. Jahrhunderts auftreten – das Phänomen aber z.B. auch im Banat und in Pennsylvania bekannt ist und damit bei Auswanderergesellschaften, die bereits im 18. Jahrhundert etabliert wurden. Nur was um 1700 bereits bekannt war, konnte auch ins Ausland mitgenommen werden. Dieser Sachverhalt wird in der Beschreibung der Elwedritsch als “Fabeltier”, als “fantastisches Tierwesen”, als vermeintlich im 19. Jahrhundert entstandener “Dorf-, Kneipen- oder Jägerspaß” meist geflissentlich ausgeblendet. Die Dissonanz, dass die Elwedritsche im europäischen und nordamerikanischen Ausland düster-dämonisch, in der Pfalz aber harmlos-lustig daherkommt, war einer der Ausgangspunkte der langen Reise zum Ursprung der Elwedritsche. Es musste einen Grund für diese unterschiedliche Wahrnehmung geben. Diesem galt es nachzuspüren.
Wenn es 2025 gelungen sein sollte, die deskriptive volkskundliche Beschreibung um eine historische Tiefenperspektive zu erweitern, ist schon etwas erreicht. Für die Zukunft gilt: Nur ein interdisziplinärer Erklärungsansatz wird dem Thema Elwedritsche wirklich gerecht. Es wäre vermessen zu glauben, dass jetzt alle Geheimnisse dieser imaginären Kreatur bereits gelöst sind. Die Entdeckungsreise wird weitergehen. Ich bin sicher, dass die Ergebnisse um so besser sein werden, je mehr engagierte Menschen aus den genannten wissenschaftlichen Disziplinen sich daran beteiligen und dabei auch vertrauensvoll fachübergreifend zusammenarbeiten. Nur wenn wir gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven auf das “Phänomen Elwedritsch” schauen, werden sich auch die verbliebenen Rätsel lösen lassen.
In diesem Sinne verabschiedet sich “Hiwwe wie Driwwe” bis ins neue Jahr und wünscht allerseits “Hallicher Grischtdaag”. Alles Bescht fer 2026!
8. Februar 2028: Murmeltier-Fest in Lampertheim. Weitere Infos folgen.
21. Februar 2026: Volker Gallé präsentiert am "Internationalen Tag der Muttersprache" sein Programm "Uffs Maul gefalle - mein Weg zur rheinhessischen Mundartliteratur" als Auftakt des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals; Moderation: Michael Werner; Gemeindebücherei Ober-Olm, 19 Uhr
13. März 2026: "Hiwwe wie Driwwe - Rheinhessisch in Amerika? Partenheim, Troissy-Saal, im Rahmen des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals (gemeinsam mit Hannelore Wingert)
27. März 2026: Abschlussveranstaltung des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals mit allen Beteiligten in der Neubornhalle Wörrstadt, 20 Uhr (Info: kulturkreis-woerrstadt.de)
17. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Harald Schneider präsentiert sein Buch "Totgebabbelt", Weingut Griebel, Weinstraße 50, 19 Uhr. Eine Veranstaltung der Pfälzischen Mundart-Stiftung
18. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Mundart-Werkstatt (Vormittag) und 2. Pälzer Prosa Wettbewerb (Nachmittag), Weingut Griebel
9. Mai 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung). Theater Alte Werkstatt, Frankenthal
5. Juni 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung) beim Saarländischen Genealogentag
17. Oktober 2026: 74. Pfälzischer Mundartdichter-Wettstreit in Bockenheim. Festzelt, ab 14 Uhr.
23. Oktober 2025: Multimedia-Vortrag zum Thema "Der Elwedritsche-Code" in Udenheim; Heimatmuseum, 19 Uhr.
Es Hiwwe wie Driwwe Fescht
Deutsch-Pennsylvanisches Archiv
Contact: info@hiwwe-wie-driwwe.de
Countdown
Official Pennsylvania German DayJune 28, 2026
4months to go.
Hiwwe wie Driwwe Documentary 2015
Pennsylvania German Online Dictionary
By Peter & Edwin Zacharias
Es Pennsylvanisch-Deitsch Eck
By Richard Mammana
Pennsylvanisch-Deitsch Chat GPT
By Scott Kekoa Shay
PA Dutch 101
By Douglas Madenford
SWR Couch-Gespräch 2025
Rheinlokal Worms 2025
Backstage Kulturpodcast 2025
PA Dutch Live 2025
Palz Gschichde 2025
Fisimadende 2023
Doug’s Front Porch 2023
Big Mama Hex 2022
Dubbecast 2022
Interview 2022
Interview 2015
VielPfalz Titelstory 2023
Bockenheimer Manifest 2024: Mir sinn debei!
Mundarttage Bockenheim 2026
Macht mit beim "Pälzer Prosa Preis 2026". Einsendeschluss ist am 1. Februar 2026. Der Wettbewerb findet am 18. April 2026 statt.
Mundarttage Bockenheim 2026
Die Mundart-Werkstatt für pfälzische Nachwuchsautorinnen und Autoren. Termin: 18. April 2026. Bewerbungen sind bis 1. Februar 2026 möglich. Bitte dem Link folgen ...