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Patrick Donmoyer – Der Nachfolger

Patrick Donmoyer (2015)

Eine Würdigung

Man kann Wissenschaft betreiben, indem man viele Bücher liest und im Anschluss Funde vor dem Hintergrund dieser Bücher bewertet. Das sind die Theoretiker. Man kann Wissenschaft aber auch betreiben, indem man sich Menschen vernetzt und mit ihnen gemeinsam Dinge tut, die einen wissenschaftlich interessieren. Das sind die Praktiker.

Patrick Donmoyer gehört zur zweiten Art Wissenschaftler. Er ist Direktor des Pennsylvania German Cultural Heritage Centers der Kutztown University – aber gleichzeitig eben auch Vorstandsmitglied von Grundsau Lodge No. 1, Sänger beim Dolpehocken Saenger Chor, Moderator der „Deitsch Schtunn“ auf Berks County TV, Mitherausgeber von „Hiwwe wie Driwwe“, aktiver Teilnehmer bei Folk Festivals und so weiter und so weiter. Dinge verstehen lernen, indem man sie selbst tut – das ist Patricks Devise.

Patrick Donmoyer beim Kutztown Folk Festival 2017

Als Direktor des Heritage Centers obliegt ihm eine große Verantwortung. Er muss das Ohr an der Szene haben und gleichzeitig die Erfordernisse des akademischen Betriebs der Kutztown University erfüllen. Da prallen oft Interessen aufeinander. Aber mit seiner ausgleichenden, ruhigen Art hat er – jedenfalls soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann – viele Diskussionen beenden und manches Feuer löschen können. Das ist eine Gabe!

Ich bin nicht mehr sicher, wann mir Patrick zum ersten Mal begegnet ist. Es müsste im Jahr 2007 gewesen, als ich Ed Quinters Dialektklassen in Kutztown besuchte – man kann dort „Pennsylvania German“ im Nebenfach studieren. Vermutlich saß Patrick da in einer der Reihen unter den Studierenden. Ein Foto aus dieser Zeit habe ich nicht gefunden. Etwa 2011 wurde er Assistent von Prof. Rob Reynolds, dem damaligen Chef des Heritage Centers. Nach dessen Weggang übernahm er 2013 die Leitungsfunktion. Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir beim Projekt „Hiwwe wie Driwwe“ eng zusammen, und seit 2021 ist er Mitherausgeber der Zeitung.

Patrick Donmoyer ist ziemlich genau 20 Jahre jünger als ich, und der Beginn unserer Zusammenarbeit im Jahr 2013 markiert für mich eine Zeitenwende. Während ich in den ersten 20 Jahren meiner Beschäftigung mit dem Pennsylvania-Deutschen seit 2013 immer viel von deutlich Älteren gelernt habe, sind es seit etwa diesem Zeitpunkt die Jüngeren, von denen ich lernen darf. Ich bin sehr froh, dass im Herbst 2024 eine Gruppe von etwa 20 in der Szene Aktiven zusammengekommen ist, um nach dem Ableben des Kutztown Folk Festivals über Möglichkeiten zu diskutieren, den Dialekt und die Kultur der Pennsylvania-Deutschen auch in Zukunft zu pflegen. Ich gehöre in diesem Kreis nun zu den Älteren, und ich bemühe mich, gut zuzuhören. Die Amerikanerinnen und Amerikaner, die hier zusammensitzen, werden entscheiden, wie es mit dem Pennsylvanisch-Deutschen in Berks County und drumherum weitergehen wird.

Drei, die sich gut verstehen: Patrick Donmoyer, Michael Werner und Douglas Madenford (2015)

„We have to walk, before we run”, war einer der Wahlsprüche von Prof. David Valuska, dem Vor-Vorgänger Patrick Donmoyers in der Funktion des Heritage-Center-Direktors. Nun ist Patrick sein würdiger Nachfolger. Gleichzeitig ist er aber auch der Nachfolger Prof. Don Yoders, der große Teile seines Nachlasses dem Heritage Center überlassen hat. Don war ein Menschenfreund, und er hat seine Bücher immer aus einer großen Nähe zu den Menschen heraus geschrieben. Bei den Leuten sein, ihnen zuhören und mit ihnen handeln und erst dann wissenschaftliche Ableitungen treffen – das war sein Ansatz. Wenn Don Yoder oder Patrick Donmoyer ein Buch geschrieben haben, haben sie zuvor ihr Thema über viele Jahre von innen heraus „gelebt“. Das ist im deutschen Wissenschaftsbetrieb oftmals anders. Projektbezogen wird drei bis fünf Jahre an einem Thema gearbeitet, dann ist das nächste dran. Die nachfolgende Finanzierung bestimmt, wo die Reise hingeht.

Ich bin sehr froh, dass Patrick Donmoyer heute der Direktor des Pennsylvania German Cultural Heritage Centers ist. Und ich freue mich darauf, weiter von ihm zu lernen.

Prof. Don Yoder – Die Legende

Prof. Don Yoder (1921-2015) mit Michael Werner im Jahr 2007

Eine Würdigung

Manchmal braucht man lange, um zu bemerken, wie wichtig die Bekanntschaft einer Person für einen selbst gewesen ist. Man nimmt die Begegnungen, wie sie kommen – und entdeckt erst viele Jahre später, welch entscheidende Schalter im Rahmen dieses Austauschs umgelegt wurden. So ging es mir mit Prof. Don Yoder (1921-2015), der in vielerlei Hinsicht ein „Jahrhundertmann“ und eine Legende war.

Don Yoder hatte ich mit Rolands Pauls (1951-2023) Hilfe zweimal in einer Bibliothek getroffen, aber da der Kontakt aufgrund des gemeinsamen Interessensgebietes der pfälzisch-amerikanischen Nordamerikaauswanderung nun immer enger wurde, legte Roland mir einen längeren Besuch in Don Yoders Landhaus in Devon (PA) nahe. Ich wusste, dass Roland bei seinen längeren Pennsylvania-Aufenthalten immer in der kolonialen Villa von Don Yoder wohnte – und Don war bereit, mich auch privat zu empfangen, so dass ich in den Jahren zwischen 2000 und 2015 immer einmal wieder für mehrere Stunden Gelegenheit hatte, mich mit einem der Väter der pennsylvanisch-deutschen Volkskunde auszutauschen. Immerhin war Don Yoder einer der Gründer des Kutztown Folk Festivals im Jahr 1951 – diese traditionsreiche Veranstaltung fand 2024 leider zum letzten Mal statt.

Mit Don sprach ich über Geschichten, die ich im Rahmen meiner linguistischen Studien auf Band aufgenommen hatte, und die mir zum Teil als Pfälzer eigenartig vertraut vorkamen. Bei anderen stand ich völlig im Wald und konnte mir auf nichts einen Reim machen: Da sprach eine Frau von einem „Bucklich Maennli“, das bei ihr neben dem Herd in einer unaufgeräumten Ecke der Küche wohnte. Ein Mann berichtete von einer Vogelscheuche auf dem Feld, die er „Butzemann“ nannte und die Opfergaben erhielt. Ein anderer machte alljährlich im März eine Prozession um sein Grundstück herum, sagte eigenartige Sprüche und legte in allen Ecken Samen als  Geschenke für Elfen ab und Teile eines Fisches für Katzen, die einer Gottheit mit Namen „Freya“ gehörten. Es waren ganz seltsame Geschichten, die irgendwie nicht und irgendwie doch zusammenpassten.

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreises e.V. an Prof. Don Yoder in Alzey im Jahr 2009 (v.l. Dr. Michael Werner, Karl Scherer, Prof. Don Yoder, Frank Kessler)

Die Menschen in Pennsylvania hatten mir über Jahre diese Geschichten erzählt, und weil ich mich zu dieser Zeit vorwiegend mit sprachlichen Phänomenen beschäftigte, hatte ich die Inhalte ihrer Erzählungen zunächst nicht wirklich an mich herangelassen. Die einzelnen Phänomene blieben einfach unverbunden und unverknüpft in einer Hinterstube meines Hirns. Bis zu einem besonderen Tag: Da fand ich in einem Kochbuch das Rezept für Hirschgeweihkekse („antler cookies“), die im Februar gebacken werden, um sie im Wald als Opfergabe für den „Waldmops“ abzulegen.

Ich sprach seinerzeit mit jemandem, der diesen Brauch noch kannte. Auf einmal merkte ich, dass diese Geschichte ein „missing link“ sein könnte – das letzte „Puzzle-Teil“. Von diesem kulturellen Muster aus geschaut fügten sich die anderen Geschichten jetzt auf einmal wundersam zusammen und ergaben ein stimmiges Bild. Und wenn ich darauf schaute, fanden jetzt auf einmal auch die Elwedritsche ihren eindeutigen Platz. Konnte es sein, dass sich mir in Pennsylvania eine Tür geöffnet hatte, um über die kulturellen Praktiken der Pennsylvania-Deutschen einen Blick auf die Pfalz und die Pfälzer im 18. Jahrhundert zu erhalten?

Heute kann ich sagen, dass das genau so ist. Don Yoder, mit dem ich lange hierüber sprach, stimmte mir jedenfalls zu. Ich gehe deshalb einen Schritt weiter und sage, man kann die Pfalz vielleicht überhaupt nur verstehen, wenn man die für die Pfalz relevanten Auswanderungsgesellschaften besucht und von ihnen lernt, wie unsere Vorfahren vor 300 Jahren gelebt und gedacht haben. Auf einmal wird es dann möglich zu erkennen, was wir von der Pfalz aus nicht sehen. Um bei den Elwedritsche zu bleiben – eines sind letztere ganz sicher nicht: Fabeltiere.

Don Yoder „atmete“ die pennsylvanisch-deutsche Kultur, und er hat mich gelehrt, kulturelle Muster nicht mit meinen eigenen Augen anzuschauen, sondern mit den Augen derjenigen, die sie praktizieren. Auch in diesem Punkt habe ich lange gebraucht zu verstehen, was er meint. Aber irgendwann ist mir klar geworden, dass wir in der Pfalz auch deshalb nicht verstehen, was zum Beispiel Elwedritsche sind, weil wir nicht bereit sind, unsere Perspektive als aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts aufzugeben und uns in die Perspektive der Menschen zu begeben, die vor vielen hundert Jahren in unserer Region lebten.

Ein Tritschologe aus der Pfalz (nicht aus Landau!) hat mir in einem Gespräch einmal gesagt, er könne ein Buch über Elwedritsche in zwei Wochen schreiben, wenn es sein müsse. Ich habe ihn zu dieser Fähigkeit beglückwünscht. Ich habe 30 Jahre gebraucht, um die Zusammenhänge zu sehen. Don Yoder wäre sicherlich ebenfalls sehr beeindruckt gewesen. Seine Buchprojekte nahmen üblicherweise auch einen langen Zeitraum in Anspruch. Man konnte bei der Lektüre seiner Publikationen aber immer sicher sein, neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Der wiescht Kall im Busch

Belznickel by Rachel Yoder (2015)

Gschriwwe beim Michael Werner

Yetz, wu Grischtdaag nimmi weit un der erscht Schnee schun gfalle iss, denk ich oft an ebbes, ass ghaeppent hot, wie ich noch en Bu waar. Do, in der Busch, wu ich alleweil am schtehne bin, iss es gschehne. Gschehne, was net haett gschehne selle. In der Zeit, wu es erscht schpot hell, frieh duschber un aa der ganz Daag iwwer oft net rielli hell watt, iss der Busch voll mit Gschpucke. Glei datt hinne, net weit weg vun wu ich nau schtehne duh, geht’s der Hiwwel nunner zum Stony Roll Grick. Datt hemmer gschtanne, der Paul Reifsnyder un ich, un henn nunnergeguckt zum Jakob Bauer, ass doot im Wasser glegge hot.

Der Jakob waar vun Deitschland kumme mit sei Eldre, un sie henn sich deheem gemacht do in Baricks Kaundi. Ins Eeschtubbich Schulheisli simmer gange zamme, un wammer als die hochdeitsch Bible glese henn, noht hot mer heere kenne, ass der Jakob sell guud hot lese un aa alles verschtehne kenne. Net wie mir Pennsylvanisch-Deitsche, wu allfatt Druwwel henn mit Hochdeitsch. Fer sell hemmer ihn yuscht „der Deitschlenner“ gheesse un henn ihn aa aardlich geretzt wehich sell.

Der Paul Reifsnyder, ich un deel anneri Buwe henn aa naach die Schul allegebott Schtreit aagfange mit der Jakob. Der Jakob waar gmeenerhand alleenich uff em Weg heem. Meh wie eemol iss er heemkumme zu sei Memm mit en bloo Aag. Der Paul Reifsnyder waar meh wie en Yaahr aelder wie ich waar, greesser un schtarick. Un ich meind noch, wie ich der Jakob Bauer emol aagedroffe hab uff em Weg un hab ihn wiescht verglobbt. Yuscht fer schpeeder die anneri Buwe verzehle kenne, was ich geduh hab. Mir waare wieschte Buwe – sell iss ferschur.

Eemol, katz eb Grischtdaag, waar ich mit em Paul im Busch Feierholz gricke, wie all uff emol der Jakob Bauer datt vor uns gschtanne hot uff em Weg. Er hot uns vermarickt, un wie er gsehne hot, ass mir zu ihm laafe welle, hot er rumgedreht un iss fatt gschprunge. Die Daage eb sell hot’s wiescht gschneet ghatt, so ass der Schnee ball zwee Fuuss hoch glegge hot. Mer hot net guud laafe kenne, un mir sinn allegebott iwwer ebbes gschtatzt, ass unnich em Schnee gelege hot, un hiegfalle. Der Jakob iss aa, un so hot’s ferschur wennich gschpassich geguckt, wie mir datt am hinnich ihm heerlaafe waare – der Paul un ich. Un doch hemmer vermarickt, ass der Jakob schneller fattkumme iss wie mir. Mir henn net gewisst ferwas, awwer der Busch hot uns kenne fluche heere. All uff emol hemmer en laut Gegrisch gheert. Noht waar alles ruhich. Der Paul un ich henn gschtoppt un sinn noht yuscht ganz langsam weider geloffe fer ausfinne, was ghaeppent hot.

Wie mir an der Blatz kumme sinn, wu’s der Hiwwel nunnergeht zum Stony Roll Grick, hemmer vermarickt, ass mer unne im Wasser ebbes sehne kann. Ebbes, ass net do sei sett middes im Grick: Der Jakob hot datt glegge un hot sich net meh geregt. Sei ganz Kareper waar nass, un des kalt Wasser iss newich ihm verbei un iwwer ihn driwwer. Un alsemol hot mer en rote Gschpur sehne kenne, ass sich vun seim Kopp wegbewegt hot. Mir henn uns aageguckt un sinn bleech warre. Noht hemmer uns anneghockt in der Schnee. Nix hemmer gsaat, fer en paar Minudde. Noht hot mich der Paul Reifsnyder gepackt am Hals un hot gegrische: „Niemand daref ebbes wisse vun sell. Sell iss nie net geschehne. Verschtehscht?“ Ich hab ihn yuscht aageguckt. Un noht simmer Draene aus die Aage geloffe.

Ich weess net, wie lang mer datt ghockt waare. Awwer all uff emol hemmer ebbes gheert im Busch. Es waar, wie wann ebbes Groosses sich Blatz schaffe deet, so ass es zu uns kumme kennt. „Hot’s alleweil Baere im Busch?“, hawwich der Paul leis gfrogt? „Mer hot noch kenni gsehne die letztschte Woche“, hot er geantwatt. „Loss uns schnell geh“, hawwich gsaat. Mir waare aardlich bang, sinn uffgschtanne un henn uns uff der Weg heem gemacht.

Widder hot mer ebbes heere kenne, nau schun ganz nah, un ebber hot mer schnaufe heere – dief un schwer. Awwer wie ich mich rumgedreht hab, hawwich nix sehne kenne. Verleicht aa, weil’s nau aa schun am duschber warre waar. Wann ich es recht bedenk, hawwich nau fer’s erscht Mol ebbes gheert ass wie en dicke Eisekett. Sie hot en aardlich Yacht gemacht, weil der Kall so schtarick am geh waar. Weider un weider simmer gange, un schneller und schneller simmer geloffe. Dann, wie ich gheert hab, wie en Ascht brecht links hinnich mir, net zu weit weg, hawwich mich nochemol rumgedreht. Noht hawwichs gsehne, yuscht fer en katzer Moment:

Es waar en groosser Kall, verleicht siwwe Fuuss hoch, ganz alt un wieschtguckisch. Zwee Kette hot er ghatt: eens rum sei Hals un eens rum sei Bauch, ass ums sei Bee runnerghanke hot. Dick eigepackt in Belze un um sei Kopp rum en groossi Belzkapp. Sei Ochdem hot mer sehne kenne in die Kaelt, wann er gschnauft hot. Wie en weisser Newwel hot er vor seim Gsicht gschtanne. Un des waar schwatz un weiss alliwwer. Er hot net geguckt wie en Mensch. Un noch ebbes hot mich gwunnert. Datt, wu nix sei sett, hot der wiescht Kall ebbes ghatt: zwee dicke Hanner uff sei Kopp. Wie der Deifel selwert. Ich hab sell net glaawe welle, wie ich sell vermarickt hab. Neegscht hett ich laut gegrische, awwer ich hab schtaende kenne, es zurickzuhalde. Mit groosse Schritt hot der Kall browiert, neecher zu uns zu kumme. Un die Kedde henn laut geglebbert.

„Mir misse weg vunenanner“, hot der Paul gegrische. Un glei simmer zwee unnerschiddliche Wege geloffe, so schnell, ass mer gekennt henn. „Nix wie heem“, hawwich der Paul noch heere kreische, awwer sell waar schun en latt leiser wie devor. Un wennicher wie en Minudd schpeeder hot mer en Gegrisch gheert, Holz knackse, noht ebbes, ass meh wie en Baer gelaut hot ass wie en Mensch. Dann waar alles ruhich. Ich bin als weider geloffe, aus em Wald naus un nix wie heem zu unser Bauerei.

Die Memm hot schun gewaart ghatt an die Deer. „Wu bleibscht dann, Bu! Kumm rei, es Owetiems schteht uff der Disch.“ Ich hab neegscht nix esse kenne seller Owet un bin frieh ins Bett.

Der neegscht Mariye in der Schul waar der Paul net do. Ich bin zu sei Heemet geloffe am Naachmiddag, awwer ich hab mich net recht gedraut neigeh. Hinnich en Baam hawwich gschtanne un gsehne, wie etliche Leit naus un neigange sinn. Sei Memm, sei Paep, Brieder un Schweschdre, der Sheriff. Es waar net schwer fer ausfinne, ass der Paul net heemkumme iss geschter Owet.

Noht bin ich zerick gloffe in der Busch, bin neigange un hab browiert der Blatz finne, wu der Paul un ich geschter am fattlaafe waare. Lang hawwich gsucht, noht hawwich eens vun em Paul sein Hensching gfunne datt im Schnee leie. Der Paul waar net do. All uff emol hawwich en Gschpur gsehne im Schnee. Es waar net vun en Mensch, un es waar net vun en Gedier. Es hot wennich geguckt, wie wann ebber oder ebbes en Sack hinnich sich her am ziehge iss mit ebbes drin, ass aarick schwer iss. Nunner zum Grick – datt hot sich die Gschpur verlore. Sell iss alles, was ich verzehle kann.

“Hiwwe wie Driwwe” auf der Spur der Elwedritsche

Was hat eigentlich alles mit dem Thema “Elwedritsche” zu tun? Hier entsteht Stück für Stück eine Sammlung von Themen, die im Buch “Elwedritsche – Dunkle Gefährten” eine Rolle spielen werden.

Bitte unterstützen Sie die Crowdfunding-Aktion für dieses Projekt, die am 5. Januar 2025 hier beginnt: https://www.startnext.com/elwedritsche-dunkle-gefaehrten

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Scott Reagan auf Hiwwe wie Driwwe Tour 2024: Download der Liedtexte

Pennsylvanisch-Deutsch und Pfälzisch sind ähnlich, aber nicht gleich. In 300 Jahren Trennung haben sich die Mundarten auch unterschiedlich weiterentwickelt. Deshalb bieten wir hier die Möglichkeit, die Songtexte von Scott Reagan als PDF herunterzuladen. Viele haben uns in den vergangenen Jahren die Rückmeldung gegeben, dass das Mitlesen der Songtexte sehr hilfreich ist:

So einfach geht’s: Einfach klicken und das jeweilige PDF öffnen bzw. herunterladen. Viel Spass!