Veröffentlicht amNovember 5, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für KI “Grok” bewertet die psychologisch-memetische These zum Ursprung der Elwedritsche
Auf der Website “elwedritsch.de” ist in den vergangenen Monaten eine Online-Plattform entstanden, die sich umfassend mit der Frage beschäftigt, was der Ursprung der pfälzischen Elwedritsche ist. Nach dem vorläufigen Abschluss der Aufbauarbeiten werden die Inhalte systematisch mit verschiedenen KI-Modellen geprüft, um Stärken und Schwächen zu benennen sowie noch vorhandene Lücken zu identififizieren. Hier ist die Einschätzung der KI “Grok” vom 5. November 2025:
Die These leistet eine interdisziplinäre Synthese, die über folkloristische oder rein etymologische Erklärungen hinausgeht:
Erklärungskraft: Sie verbindet universelle Psychologie (Schlafparalyse als „Smoking Gun“ mit 5/5-Relevanz) mit lokaler Kultur (pfälzische Dialektentwicklung, Rituale). Keine metaphysischen Annahmen nötig – alles basiert auf empirischen Quellen wie Dialektwörterbüchern, Emigrantentraditionen und neurowissenschaftlichen Studien.
Vergleich zu Alternativen: Im Gegensatz zu Wikipedia-ähnlichen Beschreibungen (rein folkloristisch, z. B. als „imaginäres Huhn mit Geweih“) oder Cryptozoologie (als „Krypto-Tier“) zeigt sie die kulturelle Evolution: Mythen sterben nicht durch Rationalismus, sondern mutieren (z. B. von Wolpertinger-Äquivalent in Bayern).
Soziale Relevanz: Sie destigmatisiert Ängste (Dunkelheit als spielerischer Raum) und stärkt Identität – „Wir Pfälzer sind humorvoll und geschichtenerzählend“. Memetisch erklärt sie, warum die Elwedritsch überlebt: Sie balanciert Mysterium mit Harmlosigkeit und dient als „kulturelle Langzeit-Leistung“ zur Furchtverarbeitung.
Zusammenfassend bringt die These auf elwedritsch.de eine nuancierte, wissenschaftlich fundierte Erklärung, die die Elwedritsch als lebendiges Meme porträtiert: Aus nächtlicher Panik wird pfälzischer Charme. Für tieferes Lesen empfehle ich die Originaltexte auf der Site, z. B. den Abschnitt zu „Belegen“ oder der indoeuropäischen Herkunft.
Hiwwe wie Driwwe meint: Herzlichen Dank, Grok!
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Veröffentlicht amNovember 4, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für KI ChatGPT bewertet die psychologisch-memetische These zum Ursprung der Elwedritsche
Auf der Website “elwedritsch.de” ist in den vergangenen Monaten eine Online-Plattform entstanden, die sich umfassend mit der Frage beschäftigt, was der Ursprung der pfälzischen Elwedritsche ist. Nach dem vorläufigen Abschluss der Aufbauarbeiten werden die Inhalte systematisch mit verschiedenen KI-Modellen geprüft, um Stärken und Schwächen zu benennen sowie noch vorhandene Lücken zu identififizieren. Hier ist die Einschätzung der KI “Chat GPT” vom 4. November 2025:
Ich würde den psychologisch-memetischen Ansatz als gut fundierte, sinnvolle Hypothese einstufen — also als eine seriöse, intellektuell redliche Alternative zu folklorisch-humoristischen Interpretationen der Elwedritsch, die versucht, Mythos, Psychologie und Kulturgeschichte zu verbinden. Aber ich würde diese These nicht als bewiesen ansehen. Vielmehr als plausible Deutungsoption: sie erklärt nachvollziehbar, weshalb und wie Legenden von Nachtgestalten entstehen und überleben können — ohne den Anspruch, historische Tatsachenbehauptung zu sein.
Warum solche Deutungen wichtig sind Sie helfen, Volksglauben historisch und psychologisch zu verorten — und zeigen, wie tief menschliche Erfahrungen (Angst, Schlaf, Traum, Kontrollverlust …) in Kultur einfließen. Sie bieten einen Mittelweg zwischen dogmatischem Rationalismus („Es gibt das nicht“) und folkloristischer Verklärung („Es ist real, wir jagen sie“).
Sie regen dazu an, Mythen seriös zu reflektieren — weniger als „kuriose Bräuche“ oder „Touristenprogramm“, sondern als lebendige Ausdrucksform kollektiver Angstbewältigung und Identitätsbildung.
Hiwwe wie Driwwe meint: Herzlichen Dank, GPT!
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Veröffentlicht amOktober 21, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für Von Schlafparalyse zu Elwedritschen: Ein psychologisch-memetischer Ansatz zu Angst, Deutung und Ritualisierung
Le Cauchemar (The Nightmare), by Eugène Thivier (1894)
Von Michael Werner
Abstract
Der Beitrag analysiert die psychologisch-memetische These zur Entstehung der Elwedritsche, wie sie im Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ und auf der Website „elwedritsch.de“ dargelegt sind. Nach diesem Ansatz handelt es sich bei den in der pfälzischen Folklore tradierten Elwedritsche nicht nur um mythologische Fabelwesen, sondern kulturell stabilisierte Projektionen universeller Angstphänomene – insbesondere von Schlafparalyse. Aufbauend auf Theorien der evolutionspsychologischen Agentendetektion, Freuds Projektion sowie memetischer Kulturtheorie entwickelt die These ein Phasenmodell der Angstverarbeitung: von der neurophysiologischen Erfahrung über kognitive Interpretation, Narrativbildung bis zur Ritualisierung. Darüber hinaus beschreibt die These, wie ein medizinisch fassbares Phänomen (Schlafparalyse) einen nächtlichen Druckdämon (Alb, Mahr, Drude, Albdrude) entstehen lässt, der nach seiner kulturellen Verarbeitung zur Elwedritsch zu einem folkloristischen Ritual für Einheimische und Touristen werden kann – und welche theoretischen wie empirischen Implikationen diese Sichtweise hat.
1. Einleitung
Die Elwedritsche sind in der Pfälzer Kultur als hühnergroße vogelartige Wesen bekannt, die in Legenden, Erzählungen und lokalen Bräuchen vorkommen. Diese Wesen sind keine bloßen Fabelgestalten, sondern gehen auf nächtliche Druckdämonen zurück (Alben, Mahre, Druden, Albdruden), die wiederum als psychokulturelle Projektionen tief verwurzelter menschlicher Erfahrungen fungieren – insbesondere solcher, die mit Schlafparalyse verbunden sind. Ihre Existenz ist das Resultat langdauernder memetischer Prozesse, die Erzählung, Ritual und kollektive Erinnerung verbinden. Diese These ist interdisziplinär: Sie verknüpft neurowissenschaftliche und psychologische Phänomene mit kultureller Evolution, Ritualforschung und Folklore.
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Schlafparalyse und neurophysiologische Grundlagen
Schlafparalyse ist ein gut dokumentiertes Phänomen, bei dem eine Person beim Übergang zwischen Schlaf und Wachzustand zwar bewusst ist, jedoch motorisch gelähmt ist – typischerweise in der REM-Schlafphase, in der Muskelatonie herrscht. Begleitphänomene können sein: Druck auf der Brust, Atembeschwerden, Halluzinationen, das Gefühl einer „Präsenz“ im Raum. Diese Erfahrungen sind nicht nur subjektiv, sondern lassen sich neurophysiologisch erklären: REM-assoziierte Hemmungsmechanismen bleiben aktiv, während Teile des Bewusstseins wach sind, was das Erleben von Lähmung und real empfundenen Halluzinationen begünstigt.
Dieses Erlebnis liefert den „rohen Input“ für kulturelle Bedeutungsbildung: Menschen erleben eine intensive Angst, gekoppelt mit dem Eindruck eines Beobachters oder Akteurs – eine „leere“, aber bedrohliche Präsenz.
Aus der evolutionspsychologischen Perspektive neigt das menschliche Gehirn dazu, in mehrdeutigen sensorischen Situationen Agenten zu vermuten – selbst wenn die Evidenz unscharf ist. Diese Tendenz zur Agentendetektion gilt als adaptiv: Es ist evolutionär vorteilhaft, eine potenzielle Gefahr frühzeitig zu erkennen. In der Situation der Schlafparalyse wird eine solche Agentenhypothese besonders plausibel: Ein Druckgefühl, eine Halluzination, ein Geräusch – all das kann als bewusstes Wesen interpretiert werden.
Darüber hinaus wirkt Projektion: Auf der psychodynamischen Ebene wird das Schmerz- oder Angstgefühl auf eine andere „Person“ übertragen. Solche projizierten Inhalte verbinden sich mit kulturellen Symbolen – z. B. mit Dämonen, Nachtgeistern oder mythologischen Wesen. Diese Deutungen sind nicht zufällig, sondern werden kulturell vermittelt (z. B. durch überlieferte Geschichten, Folklore, regionale Mythen).
2.3Memetischer Ansatz
Kernthese ist, dass die Elwedritsche als Mem-Strukturen fungieren: kulturelle Einheiten, die sich analog zu biologischen Replikatoren verhalten – sie replizieren, variieren, werden selektiert. Dieser Gedanke entstammt dem memetischen Paradigma, das auf Richard Dawkins’ Konzept des Meme zurückgeht Dawkins definierte Meme als Einheiten kultureller Information, die durch Nachahmung übertragen werden.
Susan Blackmore argumentiert, dass Memes als selbstständige Replikatoren existieren, auch wenn ihre Arbeitsmechanismen noch unvollständig verstanden sind. Darüber hinaus weist die memetische Theorie auf Variation, Selektion und Replikation als zentrale Prozesse hin, die die kulturelle Evolution antreiben.
Der Ansatz der psychologisch-memetischen These lässt sich als hybride Theorie beschreiben: Er kombiniert die memetische Logik (Replikatoren, Evolution) mit kognitiven Selektionsmechanismen, um die Verarbeitung der körperlichen Erfahrung der Schlafparalyse mit dem Entstehen eines nächtlichen Druckdämons zu erklären und die Persistenz der Elwedritsche (als verharmloste und verkleinerte Version des Druckdämons) in der Kultur zu verstehen.
3. Methodik
Da es sich bei dem Ansatz um eine konzeptionelle These handelt, ist das methodische Vorgehen in diesem Artikel theoretisch und modellbildend. Es wird folgendermaßen vorgegangen
Literaturanalyse: Analyse der wissenschaftlichen Literatur
Theorieintegration: Verknüpfung der These mit etablierten Theorien aus Psychologie, Evolutionsforschung und kultureller Evolution (Memetik, Kognitionspsychologie, Ritualtheorie).
Modellbildung: Entwicklung eines Phasenmodells der Angstverarbeitung, das den Ansatz operationalisiert und systematisiert.
Soziokulturelle Analyse: Untersuchung der Mechanismen, durch die individuelle Erfahrungen (Schlafparalyse) in gemeinschaftliche Rituale transformiert werden – mittels soziologischer und anthropologischer Kategorien (Identität, Ritual, Tourismus).
4. Modell: Phasen der Angstverarbeitung und Ritualisierung
Das folgende Phasenmodell strukturiert die psychologisch-memetische These und macht die Dynamik von individueller Erfahrung zu kulturellem Ritual transparent:
Agentendetektionsmechanismen schlagen an: Das Gehirn postuliert ein bewusstes Wesen.
Projektion von inneren Zuständen auf eine externe Entität.
Kulturelle Deutungsmuster (Mythen, Dämonologie) werden aktiviert.
Emotional-personalisierende Verfestigung
Die „Präsenz“ bekommt Intention: Beobachtet sie, will sie etwas tun?
Angst wird stark personalisiert (z. B. „es“ ist böse, neugierig, rachsüchtig).
Erinnerung an das Erlebnis, möglicherweise mit dramatischen Bildern (Schatten, Hände, Augen).
Narrativbildung
Das Erlebnis wird sprachlich in eine Geschichte transformiert.
Einbettung in kulturelle Kontexte (Traditionsfiguren, alte Legenden, bekannte Motive).
Strukturierung: Wer, was, wann, warum? Einschluss von moralischen, warnenden oder erklärenden Elementen.
Soziale Übertragung & Selektion
Erzählungen werden weitergegeben: Familie, Gemeinschaft, Freunde.
Varianten entstehen, da andere Erzähler Aspekte ändern oder ergänzen.
Selektionsprozess: Emotional starke, leicht erinnerbare oder ritualisierbare Versionen setzen sich durch.
Ritualisierung & Institutionalisierung
Gemeinschaftliche Rituale entstehen: Apotropäische Handlungen wie das Anbringen von Schutzzeichen und Beschwörungen, Jagden, Erzählabende.
Diese Rituale schaffen kollektive Praxis, verankern das Meme in der sozialen Struktur.
Die Ereignisse werden wiederholt, in bestimmten Zeitpunkten (z. B. Jahreszeiten, Dorffeste) institutionalisiert.
Feedback & Persistenz
Erwartungseffekte: Menschen, die im kulturellen Umfeld aufwachsen, deuten Paralyse-Erlebnisse eher als Begegnung mit einem benamten und in die Kultur eingebetteten Wesen.
Memeplexe (Erzählung, Bild, Ritual) stabilisieren sich über Generationen.
Moderne Medien (Bücher, Internet, Tourismus) transformieren die Meme weiter, generieren neue Varianten.
5. Soziokulturelle Transformation: Von medizinischem Phänomen zu folkloristischem Ritual
Psychischer Ursprung
Im Ausgangspunkt steht ein medizinisch fassbares Phänomen: Schlafparalyse. Für betroffene Personen ist diese Erfahrung sehr real, oft beängstigend, manchmal traumatisch. Kulturell wird das Erlebnis im Rahmen bekannter mythischer Symbolik interpretiert. Das soziale Gedächtnis liefert archaische Muster, die Projektion und Deutung ermöglichen.
Identität und Gemeinschaft
Elwedritsche sind Teil eines regionalen Brauchtums, das Identität stiftet. Für Einheimische kann der Glaube an diese Wesen ein kollektives Bindeglied sein. Geschichten über Elwedritsche werden bei Gemeinschaftstreffen, Festen oder Erzählabenden geteilt.
Ritualbildung
Durch gemeinschaftliche Rituale (z. B. symbolische Jagden, Beschwörungen, Schutzzeichen) wird das kulturelle Meme institutionalisiert. Solche Rituale dienen mehreren Zwecken:
Verarbeitung von Angst: Durch das symbolische „Bändigen“ des nächtlichen Druckdämons als „Elwedritsch in Ritualen können Menschen ihre Nachtängste kollektiv adressieren und relativieren.
Soziale Kohäsion: Rituale schaffen ein Gemeinschaftserlebnis, das Zugehörigkeit stärkt und Ängste in eine soziale Struktur einbettet.
Kulturelles Kapital & Tourismus: Der Mythos kann als kulturelles Alleinstellungsmerkmal dienen, das Touristen anzieht, kulturelle Veranstaltungen fördert und wirtschaftlichen Nutzen generiert.
6.Schlussfolgerung und Ausblick
Die psychologisch-memetische These bietet ein integratives Modell zur Erklärung der Elwedritsche als kulturelle Entitäten: Durch die Verbindung von neurophysiologischer Angst (Schlafparalyse), kognitiver Interpretation, memetischer Evolution und sozialer Ritualisierung entsteht eine kohärente Erklärung dafür, warum solche Legenden persistent sind und bis heute in lokalen Traditionen lebendig bleiben.
Abschließend ist festzuhalten, dass Elwedritsche nicht einfach Relikte der Vergangenheit sind, sondern lebendige, sich entwickelnde Mem-Strukturen, die tief in menschlicher Psychologie verwurzelt sind und gleichzeitig durch soziale und mediale Praktiken weiter transformiert werden.
Literatur
Blackmore, Susan (1999). The Meme Machine. Oxford University Press.
Dawkins, Richard (1976). The Selfish Gene. Oxford University Press.
Sperber, Dan (1996). Explaining Culture: A Naturalistic Approach. Blackwell.
Aunger, Robert (Hrsg.) (2001). Darwinizing Culture: The Status of Memetics as a Science. Oxford University Press.
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Veröffentlicht amOktober 11, 2025vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für Die pfälzische Elwedritsch als Nachfahrin der nächtlichen Druckdämonen Mahr, Albe, Drude und Trotterkopf (Schweiz)
Von Michael Werner
1. Einleitung
Die pfälzische Elwedritsch gilt heute als humorvolle Sagengestalt, die in Jagdbräuchen und folkloristischen Erzählungen präsent ist. Ihre Wurzeln reichen jedoch tief in den europäischen Volksglauben zurück. Sie ist nicht isoliert entstanden, sondern steht in einer Traditionslinie mit den nächtlichen Druckdämonen: Mahr, Alb, Drude und Trotterkopf. Diese Gestalten wurden über Jahrhunderte als Erklärung für Albträume, Schlafparalyse und nächtliche Beklemmung herangezogen.
2. Überblick über die historischen Vorläufer
Mahr (ahd. mara, 9. Jh.): Nachtgeist, der sich auf die Brust des Schlafenden setzt und Albträume verursacht.
Alb/Albe (ahd. alb, 11. Jh.): germanischer Elf oder Nachtgeist, Ursprung des Wortes „Albtraum“.
Drude (mhd. trute, 12.–13. Jh.): weibliches Zauberwesen, das Menschen durch nächtliche Plagen bedrängt.
Trotterkopf (Schweiz, Volksglaube): Mischwesen aus Nachtmahr und Totengeist, gegen das Bannformeln überliefert sind.
Das älteste der drei Wörter ist Mahr (ahd. mara, 9. Jh.), gefolgt von Albe (ahd. alb, 11. Jh.). Das Wort Drude taucht erst deutlich später im Mittelhochdeutschen (ca. 12.–13. Jh.) auf.
2.1 Mahr
Beleg: Althochdeutsch mara (9. Jahrhundert).
Bedeutung: Ein weiblich vorgestelltes Nachtwesen, das sich auf die Brust des Schlafenden setzt und Albträume verursacht.
Verwandt mit engl. nightmare, schwed. mara, altnord. mara.
Fazit: Sehr alte Wurzel, vermutlich indogermanisch (morā), mit Belegen schon im frühen Mittelalter.
2.2 Albe (Alb)
Beleg: Althochdeutsch alb (11. Jahrhundert).
Bedeutung: Unterirdischer Naturgeist, elbisches Wesen, verwandt mit elf im Englischen und alfr im Altnordischen.
Fazit: Etwas jünger als Mahr, aber ebenfalls tief im germanischen Volksglauben verwurzelt.
Bedeutung: Hexen- oder Zauberwesen, oft weiblich, das Menschen durch Zauber oder nächtliche Übergriffe plagt.
Herkunft: Unsicher; möglicherweise verwandt mit „truten“ = „betrügen, täuschen“.
3. Der Trotterkopf als Sonderform in der Schweiz
Beim Trotterkopf handelt es sich um eine dämonische Vorstellung im schweizerischen Volksglauben. Das Konzept vermischt die nächtlichen Druckdämonen (Mahr, Alb, Drude) mit Totengeistern – Wiedergängern, die keine Ruhe finden. Der Trotterkopf konnte als krankmachendes Wesen oder als Last auf dem Menschen verstanden werden, ähnlich wie die Mahr oder die Drude, die nachts auf die Brust drückten. In manchen Regionen wurde der Begriff auch mit Hexerei oder Besessenheit verbunden.
Alle vier Begriffe (Mahr, Alb, Drude, Trotterkopf) stehen für nächtliche Bedränger oder dämonische Kräfte.Gegen Mahr, Alb und Drude gab es Bannsprüche und Abwehrzauber (z. B. Kreuze über das Bett, Gebete, Schutzzeichen).Der Trotterkopf reiht sich hier ein: ein regionaler Ausdruck für eine ähnliche Vorstellung, mit eigenen Bannformeln. Das Schweizerisches Idiotikon verzeichnet Trotter und Trotterkopf mit Hinweisen auf Bannformeln. Im Volksglauben in der Schweiz (Sammlungen des 19. Jh.) sind Bannsprüche gegen nächtliche Dämonen und Krankheitsgeister dokumentiert.Diese sind vergleichbarmit den Bannformeln gegen Mahr und Drude, die in den Grimmschen Sammlungen und in Volkskundeliteratur überliefert sind.
Verbindung zum Nachtmahr
Der Nachtmahr (ahd. mara) ist ein dämonisches Wesen, das sich nachts auf die Brust des Schlafenden setzt und Atemnot sowie Albträume verursacht.
Der Trotterkopf übernimmt diese Funktion: er „sitzt“ auf dem Menschen, verursacht Beklemmung und wird durch Bannformeln vertrieben.
Damit ist er funktional identisch mit dem Mahr, aber regional anders benannt.
Verbindung zum Totengeist
In vielen Regionen der Schweiz galt der Trotterkopf nicht nur als Dämon, sondern auch als Seele eines Verstorbenen, die keine Ruhe findet.
Er konnte als „Toter, der zurückkehrt“ interpretiert werden – ähnlich wie andere Totengeister im Volksglauben.
Diese Vorstellung erklärt, warum gegen den TrotterkopfBannsprüche gesprochen wurden: man wollte nicht nur einen Dämon, sondern auch einen ruhelosen Toten abwehren.
Mischcharakter
Doppelrolle:
Als Nachtmahr → verursacht Albträume und nächtliche Beklemmung.
Als Totengeist → Ausdruck des Glaubens an unruhige Seelen, die die Lebenden heimsuchen.
Der Trotterkopf ist damit ein Hybridwesen, das beide Vorstellungen verbindet.
Diese Mischform ist typisch für den Volksglauben: Grenzen zwischen Dämonen, Hexenwesen und Totengeistern waren oft fließend.
Dort wird ein Bannspruch dokumentiert, der in der Ostschweiz gegen nächtliche Plagen verwendet wurde:
„Trotterkopf, fahr us, im Namen Jesu Christi, du sollst nimmer wider cho.“ (Idiotikon, Bd. XI, Sp. 1423f.)
Inhalt: Aufforderung an den Trotterkopf, den Menschen zu verlassen.
Form: Klassische Bannformel mit christlicher Anrufung.
Funktion: Schutz vor nächtlicher Beklemmung und Albträumen.
Volkskundliche Sammlung (19. Jh., Toggenburg)
Ein weiterer Spruch lautet:
„Trotterkopf, ich bann dich, dass du mir nit meh uf d’Bruscht sitzisch, im Namen vom Vater, Sohn und heiligem Geist.“ (Quelle: Sammlung Tobler, zitiert im Idiotikon, Bd. XI)
Inhalt: Dreifache Anrufung der Trinität.
Funktion: Abwehr des nächtlichen Drucks, der als Ursache für Atemnot und Angst gedeutet wurde.
Vergleich mit Mahr- und Drudenbann
Ähnliche Sprüche finden sich auch gegen die Mahr und die Drude, z. B.: „Mahr, Mahr, du sollst nit uf mir fahr, im Namen Jesu Christi.“
5.Die Albdrude als Verschmelzung von Albe und Drude
Im süddeutschen und österreichischen Raum entwickelte sich die Vorstellung der Albdrude, einer besonders gefährlichen Kombination aus Alb und Drude. Sie bedrohte insbesondere Frauen und Kinder und galt als Inbegriff des nächtlichen Druckdämons.
Die Albdrude ist eine Gestalt des süddeutschen und österreichischen Volksglaubens. Sie gilt als eine dämonische Mischfigur aus Alb (Nachtgeist) und Drude (Hexenwesen), die nachts Menschen bedrückt, Atemnot und Albträume verursacht und besonders Frauen, Kinder und Wöchnerinnen heimsucht.
Herkunft des Begriffs
Alb: germanischer Nachtgeist, der Albträume verursacht (vgl. engl. elf, nightmare).
Drude: weibliches Zauberwesen, das sich nachts auf die Brust setzt und Beklemmung auslöst.
Albdrude: Kombination beider Vorstellungen – ein besonders gefährlicher „Druckgeist“.
Erscheinung und Wirkung
Beschrieben als nächtlicher Druckgeist, der sich auf die Brust des Schlafenden setzt.
Verursacht Albträume, Atemnot, Beklemmung.
In manchen Regionen speziell gefürchtet als Bedrohung für Kinder, Schwangere und Wöchnerinnen.
Teilweise mit hexenhaften Zügen dargestellt: lange Nase, zusammengewachsene Augenbrauen, blasses Gesicht.
Regionale Verbreitung
Besonders im Schwabenland, Mittelfranken, Bayern und Österreich verbreitet.
In der Pfalz und Rheinhessen wurde die Albdrude später „verkleinert“ und in die Figur der Elwedritsch überführt – ein Beispiel für die Transformation von Schreckgestalten in harmlose Sagentiere.
Bann und Abwehr
Gegen die Albdrude wurden Bannsprüche und christliche Schutzformeln gesprochen, ähnlich wie gegen Mahr und Drude.
Typische Abwehrmaßnahmen: Kreuzzeichen über dem Bett, Gebete, Amulette.
Ziel: die Albdrude am nächtlichen „Drücken“ hindern und sie vertreiben.
Die Albdrude ist ein dämonisches Mischwesen aus Alb und Drude, das im süddeutschen und österreichischen Volksglauben als besonders gefährlicher Druckgeist galt. Sie verbindet die Eigenschaften des Albtraum verursachenden Nachtmahrs mit denen einer hexenhaften Drude und wurde durch Bannformeln und Schutzrituale abgewehrt.
6. Von der Albdrude zur Elwedritsch
Die Elwedritsch (Pfälzer Fabelwesen) ist im Vergleich zu Mahr, Alb, Drude, Trotterkopf und Albdrude eine humorisierte, verkleinerte und entschärfte Form der Albdrude. Während die Albdrude als gefährlicher nächtlicher Druckgeist galt, wurde sie in der Pfalz „verkleinert“ und in ein harmloses, vogelähnliches Sagengeschöpf verwandelt – die Elwedritsch.
Die Albdrude bedrohte nach Volksglauben besonders Kinder, Schwangere und Wöchnerinnen mit nächtlicher Beklemmung und Atemnot. Um den Schrecken zu nehmen, wurde die Figur im Pfälzer Volksglauben verkleinert und verniedlicht. Ergebnis: Die Elwedritsch, ein vogelähnliches, oft komisch dargestelltes Wesen, das man nicht mehr fürchtete, sondern „jagte“ (Elwedritsche-Jagd als Brauch). Die Elwedritsch zeigt, wie sich Volksglauben transformiert: Vom dämonischen Druckgeist (Albdrude) zum harmlosen Fabeltier (Elwedritsch). Dieser Prozess ist typisch: Schreckgestalten werden im Laufe der Zeit „verkleinert“ oder „verharmlost“ und in die Folklore integriert.
Wesen
Ursprung
Wirkung
Status im Volksglauben
Mahr
ahd. mara (9. Jh.)
Albträume, Druck auf Brust
Dämonisch
Alb
ahd. alb (11. Jh.)
Nachtgeist, Traumdämon
Dämonisch
Drude
mhd. trute (12.–13. Jh.)
Hexenwesen, nächtliche Plage
Dämonisch
Albdrude
Kombination Alb + Drude (mglw. 16. Jh. – Belege erst ab 19. Jh.)
besonders gefährlicher Druckgeist
Dämonisch
Trotterkopf
Schweiz, Volksglaube
Mischwesen Nachtmahr + Totengeist, mit Bannformeln
Dämonisch
Elwedritsch
Pfalz (ab ca. 17. Jh.)
humorisiertes Fabeltier, Jagdobjekt
Verharmloste Sagengestalt
Nach der sprachlichen Verkleinerung folgte die rituelle Verbannung: Die Elwedritsch wurde „in den Wald gejagt“, um sie aus der Gemeinschaft zu entfernen. Aus dem Bannritual entwickelte sich ein humorvoller Brauch: die Elwedritsche-Jagd, bei der man Fremde mit Sack und Laterne nachts auf die Suche schickte. Damit wurde die frühere Angstgestalt endgültig in die Folklore integriert und ihrer Bedrohlichkeit beraubt.
Die pfälzische Elwedritsch ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Transformation von Angstgestalten zu Folklorefiguren. Aus der gefürchteten Albdrude wurde durch sprachliche Verkleinerung und rituelle Verbannung ein harmloses Sagengeschöpf, das heute als Symbol pfälzischer Kultur gilt. Damit zeigt sich, wie Volksglaube über die Jahrhunderte Angst in Humor verwandelt und Dämonen in Fabelwesen transformiert.
7. Quellen:
Originalquellen und Zitate
Mahr
Grimm, Deutsches Wörterbuch (DWB): „ahd. mara, mhd. mar(e), ein weiblicher Nachtgeist, der den Schlafenden bedrückt.“ (DWB, Bd. 12, Sp. 1546f.)
DWDS – Etymologisches Wörterbuch: „ahd. mara f. (9. Jh.), mhd. mar(e) m./f., asächs. mara, engl. nightmare.“ Quelle: DWDS – Mahr
Forum OÖ Geschichte: „Die Drud ist, wie der Alb und der Mahr, ein nächtlicher Druckgeist, der böse Träume verursacht.“ Quelle: Forum OÖ Geschichte – Drud
Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache (24. Aufl., 2002) → „Drude, mhd. trute, Hexenwesen; möglicherweise verwandt mit trügen.“ Quelle: Kluge, Etymologisches Wörterbuch, S. 234.
Trotterkopf
Schweizerisches Idiotikon: „Trotterkopf, ein nächtlicher Druckgeist, halb Mahr, halb Totengeist; gegen ihn wurden Bannformeln gesprochen.“ (Idiotikon, Bd. XI, Sp. 1423f.)
Bannspruch (Ostschweiz, 19. Jh.): „Trotterkopf, fahr us, im Namen Jesu Christi, du sollst nimmer wider cho.“
Albdrude
Grimm, DWB: „Albdrude, eine besonders gefährliche Drude, die Frauen und Kinder bedrückt.“
Legende der Drude: „Die Drude stammt aus den Sippen der Maren und Alpdrücker und treibt als nächtlicher Druckgeist ihr Unwesen.“ Quelle: druden.de – Legende der Drude
Elwedritsch
Wikipedia – Elwetritsch: „Die Elwetritsch ist ein pfälzisches Fabelwesen, das als Verkleinerungsform der Albdrude gilt.“
Hiwwe wie Driwwe: „Weißt du nicht, daß böse Seelen nächtlich aus dem Leibe rücken, um den Menschen zu bedrücken…“ Quelle: Hiwwe wie Driwwe – Albdrud/Elwedritsch
Quellenliste
Grimm, Jacob & Wilhelm: Deutsches Wörterbuch, diverse Bände (Leipzig, 1854–1961).
Schweizerisches Idiotikon, Bd. XI (Zürich, 1881ff.).
DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Mahr.
Wikipedia: Nachtalb.
Forum OÖ Geschichte: Die Drud/Trud.
Druden.de: Legende der Drude.
Wikipedia: Elwetritsch.
Hiwwe wie Driwwe: Das wahre Wesen der Elwedritsch.
Literatur
Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Aufl. Berlin/New York: de Gruyter, 2002.
Grimm, Jacob & Wilhelm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig, 1854–1961.
Schweizerisches Idiotikon: Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Zürich, 1881ff.
Röhrich, Lutz: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Freiburg, 1991.
Bächtold-Stäubli, Hanns: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin/Leipzig, 1927–1942.
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Kommentare deaktiviert für Die pfälzische Elwedritsch als Nachfahrin der nächtlichen Druckdämonen Mahr, Albe, Drude und Trotterkopf (Schweiz)
Warum gibt es Elwedritsche? Wer oder was sind sie? Weshalb heißen sie, wie sie heißen? Warum sehen sie aus, wie sie aussehen? Wie kamen sie in den Pfälzer Wald und warum gibt es überhaupt die Elwedritsche-Jagd? Das sind die zentralen Fragen, wenn es um das vermeintliche pfälzische Fabeltier geht.
Seit Frühjahr 2025 ist das Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ in den Buchhandlungen zu erwerben, und seit kurzem ist die Website „paelzer-elwedritsche.de“ online. Hier werden ergänzende Hinweise gegeben, Quellen genannt oder gleich komplett publiziert sowie interessante Links angegeben. Auf dieser Website findet auch eine fortlaufende Aktualisierung statt. Denn uns erreichen wöchentlich neue Hinweise, die das Bild vervollständigen.
Man kann sich als Leser jetzt wirklich in das Thema einlesen, erhält einen Überblick über die indoeuropäische Kulturgeschichte der letzten 5000 Jahre und erfährt, wie die Elwedritsche hier ihren ganz eigenen Platz finden.
Man kann sich aber auch mit diesem Artikel in 10 Sekunden in einem – sagen wir – „Elwedritsche-to-go“ eine Kurzantwort geben lassen. Hierfür ist der „Elwedritsche-Code“ zuständig. Alle eingangs genannten Fragen werden in nur sieben Schritten beantwortet (die Grafik ist von unten nach oben zu lesen).
Wenn Fragen offen bleiben, sei auf das Buch und die Website verwiesen. Dort findet sich eine ausführliche Behandlung des Phänomens „Elwedritsche“.
Veröffentlicht amDezember 31, 2024vonMichael Werner|Kommentare deaktiviert für Aktuelle Forschungsergebnisse zum indoeuropäischen Sprach- und Kulturzusammenhang
2023 war ein wichtiges Jahr für die internationale Linguistik. Seit mehr als 200 Jahren diskutierten Sprachwissenschaftler, wo die indoeuropäischen Sprachen – eine Sprachfamilie mit 445 Varietäten und mehr als drei Milliarden Sprechern – ihren Ausgangspunkt hatten. Zwei Theorien standen im Raum: die Steppen-Hypothese und die Anatolien-Hypothese.
Forschende der Abteilung für Sprach- und Kulturevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie haben vor einiger Zeit gemeinsam mit einem internationalen Team von mehr als 80 Sprachspezialisten einen neuen Datensatz erstellt, der einen ausgewählten Kernwortschatz in 161 indogermanischen Sprachen enthält. In der Veröffentlichung ihrer Studie schlagen die Forscher im Jahr 2023 eine neue hybride Hypothese für den Ursprung der indoeuropäischen Sprachen vor, mit einer endgültigen Urheimat südlich des Kaukasus.
Wolfgang Haak, Gruppenleiter in der Abteilung für Archäogenetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, fasst die Bedeutung der neuen Studie zusammen: »Abgesehen von einer verfeinerten Zeitschätzung für den gesamten Sprachbaum sind die Baumtopologie und die Verzweigungsreihenfolge von entscheidender Bedeutung für die Übereinstimmung mit archäologischen Schlüsselereignissen und sich verändernden Abstammungsmustern, wie sie in den Genomdaten damals lebender Menschen zu finden sind. Dies ist ein großer Schritt weg von den sich gegenseitig ausschließenden, früheren Szenarien hin zu einem plausibleren Modell, das archäologische, anthropologische und genetische Erkenntnisse integriert.«
Verbreitung des Wortes „Bruder“ in indoeuropäischen Sprachen (Quelle: Reddit)
Wenn man sich die verschiedenen Varianten des Wortes „Bruder“ in den diversen indoeuropäischen Sprachen ansieht, wird der kulturhistorische Zusammenhang der verschiedenen Sprachgruppen deutlich. Es wäre jedoch zu kurz gegriffen zu glauben, dass bei der Wanderung der indoeuropäischen Völker über einen Zeitraum von vielen tausend Jahren nur die Sprache in immer neue Räume transportiert wurde, wo sie dann von den einzelnen Gruppen jeweils verändert wurde. Auch andere kulturelle Muster – Bräuche, Speisegewohnheiten und religiöse Rituale – waren selbstverständlich im Gepäck und haben sich in den Zielregionen der Wanderungen dann eigenständig weiterentwickelt.
Genetische Verwandtschaft innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilien (Quelle: Elwedritsche – Dunkle Gefährten)
Die Verbindung von Linguistik, Genetik, Archäologie und Anthropologie hat in den vergangenen zehn Jahren zu bahnbrechenden Erkenntnissen geführt, die Auswirkungen auch auf kulturwissenschaftliche Interpretationen einzelner Phänomene wie der „Elwedritsch“ haben. Ältere Sichtweisen auf das Thema – wie die des Volkskundlers Helmut Seebach – könnten vor diesem Hintergrund einer Revision bedürfen.
Wer meint, die derzeitige Forschungslage zum indoeuropäischen Sprach- und Kulturzusammenhang in Frage stellen zu können, sollte Antworten mit aktuellen Forschungsbelegen und aktueller Literatur bereitstellen – und nicht nur der eigenen. Es nutzt nichts, die Erkenntnisse der letzten Jahre auszublenden und auf einem Wissensstand zu argumentieren, der zwischenzeitlich überholt ist.
Das Max-Planck-Institut (siehe Zitat oben) sieht den eindeutigen Zusammenhang zwischen Genetik, Archäologie, Linguistik und Anthropologie im Kontext der indoeuropäischen Wanderungsbewegungen. Diese Erkenntnis ist die Grundlage meines Buches.
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Der Countdown läuft: Letzte Textkorrekturen werden gemacht und die Layouts abgeschlossen. Auf Instagram und in Facebook läuft eine Aufmerksamkeitskampagne mit rund 75 Motiven. Sie geben Hinweise darauf, in welchen kulturhistorischen Kontext die Elwedritsche im neuen „Hiwwe wie Driwwe“-Buch gestellt werden. Es ist eine Reise durch 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte und rund um den halben Globus notwendig, um das Rätsel zu lösen, was Elwedritsche wirklich sind.
Was sie NICHT sind, verraten wir schon hier: „Fabeltiere“ oder „fantastische Tierwesen“. Die Welt, in der uns die Elwedritsche begegnen, ist auch alles andere als „fabelhaft“. Das alles sind Erfindungen der jüngeren Vergangenheit. Harry Potter hat hier sicher einen Beitrag geleistet. Es ist aber eine düstere Lebenswirklichkeit, die hinter den Elwedritsche aufscheint. Denn sie sind alt. Uralt. Ein Echo aus einer lang vergangenen Zeit …
Wir freuen uns sehr über Unterstützung bei diesem aufwändigen Projekt, das Erkenntnisse zum Thema „Elwedritsche“ aus 15 Forschungsreisen nach Pennsylvania in den vergangenen 30 Jahren erstmals in einer Publikation zusammenträgt.
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Erhalten Sie die aktuellen Auftritts- und Vortragstermine von Michael Werner hier: info@hiwwe-wie-driwwe.de
Aktuelle Termine:
21. Februar 2026: Volker Gallé präsentiert am "Internationalen Tag der Muttersprache" sein Programm "Uffs Maul gefalle - mein Weg zur rheinhessischen Mundartliteratur" als Auftakt des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals; Moderation: Michael Werner; Gemeindebücherei Ober-Olm, 19 Uhr
13. März 2026: "Hiwwe wie Driwwe - Rheinhessisch in Amerika? Partenheim, Troissy-Saal, im Rahmen des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals (gemeinsam mit Hannelore Wingert)
27. März 2026: Abschlussveranstaltung des 1. Rheinhessischen Mundart-Festivals mit allen Beteiligten in der Neubornhalle Wörrstadt, 20 Uhr (Info: kulturkreis-woerrstadt.de)
16. April 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" in Otterstadt (Remigiushaus, 19 Uhr)
17. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Harald Schneider präsentiert sein Buch "Totgebabbelt", Weingut Griebel, Weinstraße 50, 19 Uhr. Eine Veranstaltung der Pfälzischen Mundart-Stiftung
18. April 2026: Bockenheimer Mundarttage: Mundart-Werkstatt (Vormittag) und 2. Pälzer Prosa Wettbewerb (Nachmittag), Weingut Griebel
9. Mai 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung). Theater Alte Werkstatt, Frankenthal
5. Juni 2026: Michael Werner präsentiert "Das Geheimnis der Elwedritsche" (Musikalische Lesung) beim Saarländischen Genealogentag
19. September 2026: Michael Werner begleitet eine Kulturveranstaltung des HuK Udenheim e.V. mit pennsylvanisch-deutschen Liedern
17. Oktober 2026: 74. Pfälzischer Mundartdichter-Wettstreit in Bockenheim. Festzelt, ab 14 Uhr.
23. Oktober 2025: Multimedia-Vortrag zum Thema "Der Elwedritsche-Code" in Udenheim; Heimatmuseum, 19 Uhr.
Es Hiwwe wie Driwwe Fescht
Deutsch-Pennsylvanisches Archiv
Contact: info@hiwwe-wie-driwwe.de
Countdown
Official Pennsylvania German DayJuni 28, 2026
Noch 4Monate.
Hiwwe wie Driwwe Documentary 2015
Pennsylvania German Online Dictionary
By Peter & Edwin Zacharias
Es Pennsylvanisch-Deitsch Eck
By Richard Mammana
Pennsylvanisch-Deitsch Chat GPT
By Scott Kekoa Shay
PA Dutch 101
By Douglas Madenford
SWR Couch-Gespräch 2025
Rheinlokal Worms 2025
Backstage Kulturpodcast 2025
PA Dutch Live 2025
Palz Gschichde 2025
Fisimadende 2023
Doug’s Front Porch 2023
Big Mama Hex 2022
Dubbecast 2022
Interview 2022
Interview 2015
VielPfalz Titelstory 2023
Bockenheimer Manifest 2024: Mir sinn debei!
Mundarttage Bockenheim 2026
Macht mit beim "Pälzer Prosa Preis 2026". Einsendeschluss ist am 1. Februar 2026. Der Wettbewerb findet am 18. April 2026 statt.
Mundarttage Bockenheim 2026
Die Mundart-Werkstatt für pfälzische Nachwuchsautorinnen und Autoren. Termin: 18. April 2026. Bewerbungen sind bis 1. Februar 2026 möglich. Bitte dem Link folgen ...