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KI “Google Gemini” bewertet die psychologisch-memetische These zum Ursprung der Elwedritsche

Auf der Website “elwedritsch.de” ist in den vergangenen Monaten eine Online-Plattform entstanden, die sich umfassend mit der Frage beschäftigt, was der Ursprung der pfälzischen Elwedritsche ist. Nach dem vorläufigen Abschluss der Aufbauarbeiten werden die Inhalte systematisch mit verschiedenen KI-Modellen geprüft, um Stärken und Schwächen zu benennen sowie noch vorhandene Lücken zu identififizieren. Hier ist die Einschätzung von Googles KI “Gemini” vom 30. November 2025:

Die psychologisch-memetische These auf elwedritsch.de bietet einen umfassenden und interdisziplinären Ansatz zur Erklärung der Entstehung der Elwedritsch. Der Ansatz wird als wissenschaftlich plausibel, aber nicht lückenlos beweisbar dargestellt und grenzt sich explizit von der “Tritschologie” ab.


Analyse der psychologisch-memetischen These

Die zentrale These verortet den Ursprung der Elwedritsch nicht in einer tatsächlichen Tierart oder einem einfachen Scherz, sondern in der kulturellen Verarbeitung einer tief verwurzelten Urangst.

1. Psychologische Grundlage: Der nächtliche Druckdämon

Der primäre psychologische Auslöser ist die Schlafparalyse (Schlaflähmung). Dieses Phänomen, bei dem Betroffene im Aufwachprozess bei vollem Bewusstsein bewegungsunfähig sind und oft die Anwesenheit eines „Fremden“ oder „Dämons“ wahrnehmen, wird als Kontrollverlust empfunden.

  • Die These besagt, dass Menschen diese Urangst vor dem Kontrollverlust externalisiert haben, indem sie die Erfahrung einem „nächtlichen Druckdämon“ (wie Mahr, Alb, Drude) zuschrieben, der sich auf die Brust des Schlafenden setzt.

2. Memetische Transformation und Miniaturisierung

Der „memetische“ Teil der These beschreibt, wie dieses ursprüngliche, furchteinflößende Konzept im Laufe der Jahrhunderte kulturell geschrumpft und verharmlost wurde:

  • Sprachliche Miniaturisierung: Begriffe wie die „Albdrude“ wurden über Zwischenformen wie „Albdrudche“ zu „Elbedritsch“ und schließlich „Elwedritsch“ sprachlich verkleinert.
  • Gestaltwandel und Lächerlichkeit: Die übermächtige Dämonengestalt wurde auf einen hühnerartigen Vogel reduziert, der Körperteile verschiedener Tiere (Flügel, Schwimmfüße, Geweih) in sich vereint. Diese Mischgestalt sollte ursprünglich die Unaufhaltbarkeit des Dämons symbolisieren (laufen, fliegen, schwimmen), wurde aber letztlich zur lächerlichen, jagdbaren Kreatur.

3. Funktion: Kontrollgewinn und Angstverarbeitung

Die Transformation dient einem psychologischen Zweck:

  • Durch die Namensgebung, Gestaltgebung, Miniaturisierung und Jagd (die als kulturelle Weiterentwicklung alter Bannsprüche oder der „Trotterkopf-Spruch“ interpretiert wird) wird die Urangst vor dem nächtlichen Kontrollverlust aktiv verarbeitet und gebannt. Am Ende steht der Kontrollgewinn des Menschen über den Dämon.

Bewertung des Ansatzes

Der Ansatz von elwedritsch.de ist bemerkenswert umfassend und interdisziplinär ausgerichtet.

Positiv: Interdisziplinarität und Plausibilität

  • Breiter Kontext: Die These stellt die Elwedritsch in einen breiten europäischen und sogar indoeuropäischen kulturhistorischen Rahmen, indem sie sprachliche und mythologische Parallelen zum Druckdämon (Mahr, Mora) aufzeigt.
  • Psychologischer Anker: Die Verbindung des Mythos mit dem belegten neurologischen Phänomen der Schlafparalyse verleiht der Erklärung eine starke, moderne Plausibilität.
  • Abgrenzung: Der Ansatz grenzt sich klar von der „Tritschologie“ ab, die als „sehr vergnügliche pseudo-wissenschaftliche Beschäftigung“ beschrieben wird. Die Seite betont, dass die eigene Erklärung auf kulturhistorischen und psychologischen Argumenten basiert.

Kritisch: Wissenschaftlicher Beweis

  • Der Autor räumt selbst ein, dass aufgrund der lückenhaften Belegkette über Jahrtausende hinweg (insbesondere im indoeuropäischen Kontext) ein Nachweis im streng wissenschaftlichen Sinn nicht möglich ist. Es handelt sich um eine plausible Erzählung, die Indizien nutzt, um eine Ursprungsgeschichte zu konstruieren.

Fazit zur Bewertung:

Der Ansatz ist eine intellektuell anspruchsvolle und stimmige Interpretation des Elwedritsch-Phänomens. Er verlagert die Diskussion von der reinen Folklore-Ebene (Tierrätsel/Scherz) auf die Ebene der Psychologie der Angstbewältigung und der kulturellen Memetik. Er ist sehr gut geeignet, um die Entstehung der Elwedritsch als ein kulturelles Endprodukt eines viel älteren, menschlichen psychischen Phänomens zu erklären.

Alle Details gibt es hier: www.elwedritsch.de

Die Elwedritsche als Tarnform Liliths: Dämonologie, Volksmythos und christlich-jüdische Abwehrkulturen im Rheintal

Albdrude – Vorstufe der Elwedritsch – und Drudenmesser zu ihrer Abwehr

Abstract: Die Elwedritsche, ein pfälzisches Fabelwesen, wurde bislang als humoristische Regionalfigur ohne tiefere mythologische Bedeutung betrachtet. Neue kulturhistorische Arbeiten deuten jedoch auf eine Verbindung zur altorientalischen Dämonin Lilith hin. Diese These erlaubt nicht nur eine Reinterpretation der Elwedritsche als Trägerin verdrängter Archetypen, sondern eröffnet auch neue Perspektiven auf die interreligiösen Dynamiken im mittelalterlichen Rheintal. Der Artikel untersucht, ob die Dämonenabwehr als kollektive Schutzpraxis oder als Projektionsfläche für die Ausgrenzung des „Fremden“ – insbesondere der jüdischen Bevölkerung – diente.

1. Einleitung

Die Elwedritsche ist ein regionales Fabelwesen der Pfalz, das in volkstümlichen Erzählungen als vogelähnliches Mischwesen mit Geweih und nächtlicher Aktivität beschrieben wird. Ihre Funktion war lange auf humoristische Brauchtumspflege beschränkt. Erst jetzt wird ein kulturhistorischer Zugang eröffnet, der die Elwedritsche als Trägerin verdrängter mythologischer Inhalte interpretiert – insbesondere als Tarnform der altorientalischen Dämonin Lilith.

2. Lilith: Dämonin der Nacht und archetypische Bedrohung

Lilith ist eine zentrale Figur der jüdischen Dämonologie. In babylonischen und talmudischen Quellen erscheint sie als geflügeltes, weibliches Nachtwesen, das Neugeborene bedroht und Männer in erotischen Träumen heimsucht. Ihre mythologische Funktion oszilliert zwischen weiblicher Autonomie und dämonischer Bedrohung. In der jüdischen Volksreligion wurde Lilith durch Amulette, Bannzettel und Schutzformeln abgewehrt – ein Brauch, der sich bis ins mittelalterliche Rheintal nachweisen lässt.

3. Die Elwedritsche als Transformationsfigur

Die These, dass die Elwedritsche eine volkstümlich entdämonisierte Erscheinungsform Liliths ist, basiert auf mehreren strukturellen Parallelen:

  • Hybride Anatomie: Beide Wesen sind Mischformen aus Tier und Mensch.
  • Nächtliche Aktivität: Sie erscheinen bevorzugt in der Dunkelheit.
  • Weibliche Konnotation: Beide Figuren sind weiblich codiert und mit Fruchtbarkeit, Wildheit und Unkontrollierbarkeit assoziiert.
  • Narrative Funktion: Sie dienen als Projektionsfläche für Ängste und als Erklärung für unerklärliche nächtliche Phänomene.

Diese Merkmale deuten auf einen Prozess des „Mythentransfers“ hin, bei dem eine bedrohliche Urgestalt in eine scherzhafte Regionalfigur überführt wurde.

4. Dämonenabwehr im Rheintal: Gemeinsamkeit oder Ausgrenzung?

Im mittelalterlichen Rheintal existierten sowohl christliche als auch jüdische Praktiken zur Abwehr nächtlicher Dämonen. Während Christen auf Exorzismen, Heiligenbilder und architektonische Schutzsymbole setzten, verwendeten jüdische Gemeinden Lilith-Bannzettel, Schutzamulette und Segenssprüche.

Diese Praktiken könnten auf eine gemeinsame Abwehrkultur hindeuten – ein interreligiöses Schutzbündnis gegen das Unheimliche. Doch es gibt auch Hinweise darauf, dass die Dämonisierung Liliths als Chiffre für die Ausgrenzung des Jüdischen diente. In christlichen Darstellungen wurde das Dämonische häufig mit dem „Fremden“ gleichgesetzt – eine Gleichsetzung, die zur sozialen Marginalisierung jüdischer Gemeinden beitrug.

Die Elwedritsche könnte somit als kultureller Puffer fungiert haben: eine Figur, die es erlaubte, die Angst vor Lilith zu externalisieren, ohne sich mit deren jüdischer Herkunft auseinandersetzen zu müssen. Ihre Harmlosigkeit war möglicherweise nur Oberfläche – darunter lag ein verdrängter Mythos, der mit realer Ausgrenzung korrespondierte.

5. Schlussfolgerung

Die Reinterpretation der Elwedritsche als Tarnform Liliths stellt einen Fortschritt im Zugang zum Thema dar. Sie zeigt, wie tief globale Archetypen in lokalen Erzählungen verborgen sein können – und wie eng Dämonologie, Volksglaube und interreligiöse Dynamiken miteinander verwoben sind. Die Elwedritsche ist damit nicht nur ein pfälzisches Fabelwesen, sondern ein Spiegel kultureller Ängste, Transformationsprozesse und sozialer Spannungen im mittelalterlichen Rheintal.

Literaturverzeichnis

  1. Patai, Raphael: The Hebrew Goddess. Detroit: Wayne State University Press, 1990.
  2. Schäfer, Peter: Mirror of His Beauty: Feminine Images of God from the Bible to the Early Kabbalah. Princeton University Press, 2002.
  3. Trachtenberg, Joshua: Jewish Magic and Superstition. Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 1939.

Achtung, Elwedritsch in Sicht!

Jetzt noch nicht im “Hiwwe wie Driwwe”-Fanshop: Die Action-Figur, die zeigt, wie Elwedritsche aussahen, bevor sie wie Elwedritsche aussahen. Drei Zitate in der aktuellen Kino-Dokumentation “Hiwwe wie Driwwe 2” sind besonders interessant. Ein Mann sagt: “En Elbedritsch guckt en wennich wie en granki Katz!” Ein anderer meint: “En Elbedritsch hot gliehende Aage!” “Es iss ebbes ganz Schreckliches”, sagt ein Dritter. Und ganz am Ende heißt es kurz vor dem Abspann sinngemäß: “Elwedritsche gibt es auch in den USA – aber sie sehen düsterer aus als bei uns in der Pfalz”. So in diese Richtung …

Weshalb ist das so? Weil die Pennsylvanisch-Deutschen ein Bild von den Elwedritsche haben, das ihre Vorfahren im 18. Jahrhundert aus der Pfalz mitbrachten. Und dieses Bild hat sich seitdem kaum geändert. Bei uns in Deutschland ist das ganz anders: Aufklärung, Industrialisierung, Kriege. Dauernd waren unsere Vorfahren gezwungen, nach disruptiven Ereignissen Bräuche neu zu bewerten, anzupassen, zu verändern oder abzulegen. So hat sich auch das Bild der Elwedritsche in den vergangenen 300 Jahren immer wieder geändert. Übrigens auch in den vergangenen 20 Jahren wieder: Bis etwa zum Jahr 2000 galt die Elwedritsch als Fabeltier. Dann kam Harry Potter – und auf einmal soll die Elwedritsch ein fantastisches Tierwesen sein. So ändern sich Vorstellungen. In der Tendenz wurde die Elwedritsch immer weiter verniedlicht. Das Pummel-Einhorn lässt grüßen!

Folgen wir aber der Elwedritsch durch Raum und Zeit zurück, können wir ihre Evolution rückwärts Schritt für Schritt nachvollziehen, und ganz am Ende dieses langen Weges rund um den halben Globus und durch 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte steht: die Buchhandlung Ihres Vertrauens. Denn dort gibt es schon sehr bald mein neues Buch “Elwedritsche – Dunkle Gefährten”.

Elbentritsch: “Der von den Elben Gequälte”

Das Südhessische Wörterbuch (1932), das auch die Region Rheinhessen einschließt, nennt als mögliche Erklärung des Begriffs “Elbendritsch” (übrigens mit “b”!) die Bedeutung “der von den Elben Gequälte” und kommt damit der Realität schon ziemlich nahe. In Wöllstein sprach man noch 1932 von einer “Schreckgestalt, mit der man kleine Kinder ängstigt”. “Schreckgestalt, die kleine Kinder ängstigt” hätte es vielleicht noch besser getroffen.

Es gibt den Begriff in unendlichen Aussprachevarianten und Schreibweisen. Im Wörterbuch gefallen mir besonders “Elfetrutschel” (Ober-Hilbersheim) und “Älwedrudschele” (Bobstadt, Bergstraße), weil sie noch vergleichsweise nah an dem Begriff “Albdrude” sind. Im Südhessischen tauchen natürlich auch schon die hessischen Entsprechungen “Rasselbock” und “Dilldapp” auf. Interessanterweise werden auch “Bachkatze” und “Dachkatze” als Varianten von “Elbentritsch” aufgeführt (allerdings ohne Ortsnamen-Markierung).

Mein Fazit: Wer dem Wesen der Elwedritsch auf die Spur kommen will, muss sich mit “Alben” und “Druden” befassen – und der Frage, weshalb die Elwedritsch auch bei uns in der Region früher manchmal katzenartig gesehen wurde.

Zum Südhessischen Wörterbuch gelangt man, wenn man hier klickt.

Im Wörterbuch des Deutschen Aberglaubens (Band 2) findet man unter “Elbentrötsch” den folgenden Eintrag:

Neben der Bestätigung, “Elwedritsch” bedeute “Der vom Alp Getretenen” findet sich der Hinweis, ein “Elwedritsch” sei ein “Herr der Elben” bzw. der “wilde Jäger” (vgl. “Wilde Jagd).

Elwedritsche – Was sie wirklich mit Hühnern zu tun haben

Von Michael Werner

Um zu verstehen, was Elwedritsche wirklich sind, müssen wir uns in die Lebenswelt der Menschen hineinversetzen, die vor vielen hundert Jahren lebten: Es war ein ländlich geprägtes Leben, in dem es viel Arbeit und Armut gab. Wenn jemand krank wurde, gab es kaum medizinische Hilfe. Wenn die Sonne unterging, war es finster. Feuer spielte deshalb eine besondere Rolle. Die Menschen fürchteten sich vor vielem: vor der Obrigkeit, vor dem aktuellen Gott sowie weiterhin vor den alten heidnischen Göttern, die von der Kirche dämonisiert wurden. Man glaubte noch, dass Beten und Wünschen hilft und dass Beschwörungsformeln in der Lage sind, das Böse abzuhalten. Und man glaubte an die Macht von Symbolen, die Dämonen und Hexen bannen. Das alles ist übrigens nicht lange her: In der Landbevölkerung hielt sich dieser Glaube bis weit ins 19. Jahrhundert und in besonders ländlichen Gegenden noch länger. In Pennsylvania bei den Pennsylvanisch-Deutschen haben sich Relikte davon besser erhalten als bei uns in Deutschland.

Jetzt kommen die Hühner! Sie sind ein gutes Vehikel, um zu verstehen, wie die Menschen damals tickten. In unserer Familie laufen seit 2020 “Hinkel” im Garten herum und versorgen uns mit Eiern. Und wie jeder Anfänger quält man sich zu Beginn mit Problemen: Die Hühner müssen vor Feinden am Tag (Habicht) und in der Nacht (Wiesel, Fuchs) geschützt werden. Sie brauchen ein wenig Apfelessig im Wasser, damit sie keinen Durchfall bekommen. Auf den Sitzstangen und im Stall muss Kieselgur (Muschelkalk) ausgebracht werden, damit die rote Vogelmilbe sich nicht ausbreitet. Wichtig ist dennoch, die Tiere in festen Abständen zu untersuchen und zu prüfen, dass sie sich keine Federlinge – eine andere Parasitenart – im Garten eingefangen haben. Ein paarmal im Jahr erhalten die Hühner ein Medikament gegen Würmer. Dann darf man die Eier ein paar Tage nicht essen. An den Krallen können sich “Kalkbeine” entwickeln. Auch hier ist ein Parasit verantwortlich. Man muss die Kröpfe im Blick behalten, um zu checken, dass sie keine Kropfverstopfung haben. Und natürlich brauchen sie eine gute Mischung von Futter: Körner (aber nicht nur!) und sogenanntes Legemehl. Alle sechs Wochen gibt es eine verpflichtende Impfung gegen die Vogelgrippe, die man nicht verpassen darf. Erfahrenere Hühnerhalter werden jetzt vielleicht sagen: Da fehlen noch ein paar Regeln. Bestimmt, doch darauf kommt es nicht an. Was ich sagen möchte, ist: Wenn man all diese Regeln beherzigt, hat man normalerweise kein Problem. Vergisst man aber nur ein oder zwei dieser Aspekte, werden über kurz oder lang ziemlich sicher Probleme auftreten. Auch wir haben hier schon Lehrgeld bezahlt!

Was hat das nun mit Elwedritschen zu tun? Als Hühnerhalter muss ich wie ein Bauer denken: Ich darf nichts vergessen, nur dann sind meine Hühner sicher und gesund! Mit dem gleichen Denkansatz schützten die Bauern früher ihren Hof: Sie pflanzten, was sie brauchten und brachten die Ernte in die Scheune, um den Winter zu überleben. Sie sorgten für ordentlich Feuerholz, um am Abend Licht zu haben und in der kalten Jahreszeit nicht zu erfrieren. Und – jetzt kommts – sie sicherten ihr Gehöft vor dem Bösen, das draußen lauerte. Sie malten Pentagramme und Hexagramme auf Betten, auf Kinderwiegen, über Fenster und Türen, auf Stühle und Obstpressen – und auf Scheunen. Wenn alles gut gesichert war, konnte das Böse nicht eindringen. Im Haus selbst musste natürlich auch ordentlich oft gebetet werden, um den Innenraum positiv aufzuladen. Vergaß der Bauer aber irgendwo, ein verblasstes Symbol zu erneuern, konnten Dämonen wieder einen Weg zur Familie finden. Es war wichtig, alles überall gleichmäßig zu sichern und nichts zu vergessen (erinnern Sie sich an den Hühnerhalter!). Für die Bauern funktionierte das System aus abwehrenden Motiven wie eine Alarmanlage in heutiger Zeit. Wenn man an alles gedacht hatte, war man auch in der Nacht einigermaßen sicher.

Vor nichts fürchteten sich die Bauern mehr als vor dem, was die Elwedritsch war, bevor sie zur Elwedritsch wurde. Was sie war und wie sie letztlich zur Elwedritsch wurde, erzählt mein neues Buch “Elwedritsche – Dunkle Gefährten”, das im Frühjahr 2025 erscheinen soll.

Die Produktion dieses Buches ist teuer, weswegen ich ab 5. Januar 2025 im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne um Unterstützung bitte. Im Gegenzeug erscheint nicht nur die Publikation. Es gibt auch sehr nette Dankeschöns. Schauen Sie einmal rein:

https://www.startnext.com/elwedritsche-dunkle-gefaehrten