Achtung, Elwedritsch in Sicht!

Jetzt noch nicht im “Hiwwe wie Driwwe”-Fanshop: Die Action-Figur, die zeigt, wie Elwedritsche aussahen, bevor sie wie Elwedritsche aussahen. Drei Zitate in der aktuellen Kino-Dokumentation “Hiwwe wie Driwwe 2” sind besonders interessant. Ein Mann sagt: “En Elbedritsch guckt en wennich wie en granki Katz!” Ein anderer meint: “En Elbedritsch hot gliehende Aage!” “Es iss ebbes ganz Schreckliches”, sagt ein Dritter. Und ganz am Ende heißt es kurz vor dem Abspann sinngemäß: “Elwedritsche gibt es auch in den USA – aber sie sehen düsterer aus als bei uns in der Pfalz”. So in diese Richtung …

Weshalb ist das so? Weil die Pennsylvanisch-Deutschen ein Bild von den Elwedritsche haben, das ihre Vorfahren im 18. Jahrhundert aus der Pfalz mitbrachten. Und dieses Bild hat sich seitdem kaum geändert. Bei uns in Deutschland ist das ganz anders: Aufklärung, Industrialisierung, Kriege. Dauernd waren unsere Vorfahren gezwungen, nach disruptiven Ereignissen Bräuche neu zu bewerten, anzupassen, zu verändern oder abzulegen. So hat sich auch das Bild der Elwedritsche in den vergangenen 300 Jahren immer wieder geändert. Übrigens auch in den vergangenen 20 Jahren wieder: Bis etwa zum Jahr 2000 galt die Elwedritsch als Fabeltier. Dann kam Harry Potter – und auf einmal soll die Elwedritsch ein fantastisches Tierwesen sein. So ändern sich Vorstellungen. In der Tendenz wurde die Elwedritsch immer weiter verniedlicht. Das Pummel-Einhorn lässt grüßen!

Folgen wir aber der Elwedritsch durch Raum und Zeit zurück, können wir ihre Evolution rückwärts Schritt für Schritt nachvollziehen, und ganz am Ende dieses langen Weges rund um den halben Globus und durch 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte steht: die Buchhandlung Ihres Vertrauens. Denn dort gibt es schon sehr bald mein neues Buch “Elwedritsche – Dunkle Gefährten”.

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