Monatsarchiv: Februar 2025

Pfälzer als Flüchtlinge

„Palatines“ campierten vor den Toren Londons (1709)

Von Michael Werner

Die Anfänge waren zaghaft: 1678 ließ sich eine Gruppe französischsprachiger Hugenotten, die zwischenzeitlich in Mannheim Zuflucht gefunden hatten, am Hudson River bei New York nieder. Ihre neue Siedlung nannten sie aus Dankbarkeit „Nouveau Palatinat“, später umbenannt in „New Paltz“.

Die ersten deutschsprachigen Siedler waren Mennoniten aus Krefeld, die mit der Frankfurter Compagnie unter Franz Daniel Pastorius (1651-1719) im Jahr 1683 in Philadelphia anlandeten und nördlich der Stadt die Siedlung „Germantown“ gründeten. Dorthin zogen 1685 auch erste Kurpfälzer aus Kriegsheim (bei Monsheim).

Die eigentliche pfälzische Massenauswanderung begann 1709. Belastet durch Kriege, hohe Abgaben und einen Hungerwinter waren viele Menschen offen für Veränderungen. Es kursierten Flugblätter mit dem Bildnis der Königin Anne und dem Hinweis, Großbritannien könne sich für die protestantischen Glaubensbrüder und -schwestern in der Kurpfalz einsetzen. Die Autoren waren wohl in Adelskreisen zu suchen. Viele einfache Menschen sahen ihre Chance auf ein besseres Leben, und im Laufe weniger Monate machten sich tausende den Rhein hinunter auf den Weg nach London in der Hoffnung, dort Hilfe zu erhalten und vielleicht den Platz in einem Schiff in die neue Welt.

Über 11 000 Menschen campierten schließlich vor den Toren der Stadt. Die Königin und ihre Regierung besorgten über 1 000 hochdeutsche Bibeln und jede Menge Geld, um die Menschen im Flüchtlingslager zu versorgen. Aber je länger der Aufenthalt dauerte, um so mehr kippte die Stimmung unter den Bürgern in London. Daniel Defoe (1660-1731), Autor des „Robinson Crusoe“, berichtete in seinem Buch „A Brief History of the Palatine Refugees“ (1709) über die Situation und ergriff als Journalist Partei für die Flüchtlinge. Er dokumentierte Rufe nach Obergrenzen und berichtete über fremdenfeindliche Hetze gegen die Deutschen ebenso wie über die Zivilcourage von Privatleuten, die versuchten, den Flüchtlingen zu helfen. In diesen Tagen entstand wohl der Ausdruck „Palatines“ als Sammelbegriff für alle Menschen, die den Rhein hinuntergekommen waren. Über 70 Jahre wurde er in diesem Sinne gebraucht und umfasste damit nicht nur Pfälzer, sondern alle ankommenden Einwanderer.

Aus der Kurpfalz kamen rund 8 500 Menschen, darunter auch Schweizer, die nach dem 30jährigen Krieg Aufnahme am Rhein gefunden hatten, weitere 2 000 aus Hessen-Darmstadt. Kleinere Gruppen stammten unter anderem aus Pfalz-Zweibrücken, Baden, dem Elsass, Hessen-Kassel sowie den Bistümern Mainz, Worms und Speyer.

3 000 Menschen wurden schließlich nach Irland geschickt, um das protestantische Element auf der Insel zu stärken, 3 000 weitere nach New York. 650 begleiteten den Schweizer Christoph von Graffenried (1661-1743) in die Kolonie New Bern nach North Carolina. Tausende weitere verstarben bereits in London und auf der Überfahrt bzw. wurden – weil katholisch – nach Hause geschickt.

Die Auswanderer nach New York begleiteten auf zehn Schiffen den neuen Gouverneur Robert Hunter und den Pfarrer Joshua Harrsch (1669-1719) genannt „Kochertal“. In der neuen Welt kamen sie 1710 an und sollten am Hudson River Pech und Teer für die britische Kriegsmarine herstellen. Bereits 1712 galt das Unternehmen als gescheitert, und die Briten überließen die Deutschen ihrem Schicksal. Die Familien schlugen sich durch, zunächst ins Schoharietal, 1723 ins Mohawktal. Eine wirklich sichere Bleibe fanden sie nicht, und so zogen im gleichen Jahr einige von ihnen – etwa 15 Familien – in einem Treck weiter nach Pennsylvania. Dort errichteten sie eine neue Siedlung am „Tulpehocken Creek“ westlich von Reading im Berks County. 2023 feierte die Region „Tulpehocken“ ihren 300. Geburtstag.

In den nachfolgenden Jahrzehnten wanderten mehrere zehntausend Menschen vor allem aus kurpfälzischen Regionen nach Pennsylvania aus, und zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1776 sollen 110 000 der insgesamt 225 000 Einwohner Pennsylvanias deutschsprachig gewesen sein. Da sie sich im Südosten des Staates in einem Gebiet von der Größe der deutschsprachigen Schweiz konzentrierten, war eine Sprachinsel entstanden. Vor allem in ländlichen Gebieten blieben die Neuankömmlinge oft unter sich. Bereits 1751 hatte der Verleger und Staatsmann Benjamin Franklin (1706-1790) gejammert: „Warum sollen wir leiden, dass die Pfälzer Bauernlümmel sich um unsere Ansiedlungen drängen und, indem sie in Rudeln zusammenwohnen, ihre Sprache und Sitten befestigen zum Verderben der unsrigen. Warum soll Pennsylvanien, das von Engländern gegründet wurde, eine Kolonie von Fremdlingen werden, die bald so zahlreich sind, daß sie uns germanisieren, anstatt wir sie englisieren, und die ja so wenig unsere Sprache und Gebräuche annehmen wie sie unsere Hautfarbe erlangen können.“

In der Zeit zwischen 1750 und 1780 bildeten sich aus den gesprochenen deutschen Dialekten wie Pfälzisch, Schweizerdeutsch, Elsässisch usw. erste gemeinsame sprachliche Elemente und Muster heraus, aus denen sich in der Folgezeit das Pennsylvania-Deutsche entwickelte. Prof. Mark Louden erzählt in seinem 2016 erschienenen Buch „Pennsylvania Dutch – The Story of an American Language“ die Entstehungsgeschichte der neuen Mundart umfassend und spannend. Bis zum Jahre 1834, als ein neues Schulgesetz die Stellung der hochdeutschen Sprache in Pennsylvania erstmals nachhaltig gefährdete, hatte sich längst eine relativ einheitliche Sprachvarietät entwickelt. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Überdachung durch das Hochdeutsche Jahrzehnt für Jahrzehnt immer schwächer, und das Pennsylvania-Deutsche musste als Mundart zunehmend auf eigenen Füßen stehen. Zwischen 1840 und 1870 vollzieht sich eine markante Veränderung auf den Friedhöfen: Grabsteine werden mehr und mehr englisch beschriftet. Die deutschsprachige Presse in Pennsylvania ist im Niedergang, und der 1. Weltkrieg beendet weitgehend die Ära deutschsprachiger Publikationen. Nur im religiösen Kontext hält sich die deutsche Standardsprache etwas länger.

Heute haben die Nachfahren der Auswanderer längst vergessen, was die Begriffe„Pfalz“ bzw. „pfälzisch“ bedeuten. Viele der kulturellen Muster, die uns „hiwwe“wie „driwwe“ verbinden, haben sie nichtsdestotrotz behalten.

Knapp 30 % der rund 13 Millionen Einwohner Pennsylvanias – also fast 4 Millionen Menschen – sind aktuell deutschstämmig. Das ist mit großem Abstand die größte Gruppe. Etwa 1 % der Einwohner dieses Staates spricht noch immer Pennsylvania-Deutsch, und das über 300 Jahre nach dem Beginn der deutschen Amerikaauswanderung.

Die Mary hot en Scheefli ghatt (Song)

Glaabts odder net, awwer mit „AI“ (Artificial Intelligence) kammer alleweil aa schun Musik in Pennsylvanisch-Deitsch mache – odder saage mer besser in en Schprooch, ass en wennich laut wie Pennsylvanisch-Deitsch. Geduh hot sell en Kall, ass sich „ABS Schulz“ nennt un in Berlin im alte Land lebt. Haricht sell mol ab. Un eens kammer glaawe: Verleicht nemmts noch en Yaahr odde zwee – awwer dann laut en Schtick wie sell verleicht waricklich wie die pennsylvanisch-deitsch Mudderschprooch.

„Pälzer Krischer“ gehen auf Pennsylvania-Tour

Im Oktober letzten Jahres fand in Altrip bei Ludwigshafen ein besonderes musikalisches Ereignis statt. Die deutsche Folk-Band „Pälzer Krischer“ und der amerikanische Folk-Musiker Scott Reagan (aus Nazareth, PA) standen beim 19. Deutsch-Pennsylvanischen Tag zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und trugen Volkslieder in Pennsylvania Dutch und in pfälzischer Mundart vor.

Es war nicht nur ein großer Spaß für die Musiker, sondern auch für das begeisterte deutsche Publikum, das sich gut unterhalten fühlte und fasziniert feststellte, wie ähnlich das Pennsylvania Dutch dem Pfälzischen ist – selbst nach 300 Jahren Trennung. Die Veranstaltung war vom Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis e.V. organisiert worden. Unterstützt wurde das Event von der Atlantischen Akademie Kaiserslautern.

Unmittelbar nach dem Konzert wurde die Idee geboren, das Konzert in Pennsylvania zu wiederholen, wo viele Menschen Vorfahren haben, die im 18. Jahrhundert aus der Pfalz in die neue Welt gezogen waren. Die pfälzisch-pennsylvanische Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“ lud die Band ein, die Reise im Rahmen der Konzertreihe „Hiwwe wie Driwwe Pennsylvania Tour“ durchzuführen. Unter diesem Label treten seit einigen Jahren Künstlerinnen und Künstler als Botschafter der Pfalz in Pennsylvania auf. Vier Konzerte an unterschiedlichen Orten sind im Sommer 2025 geplant.

Scott Reagan und die „Pälzer Krischer“ freuen sich darauf, die Zuhörer in Pennsylvania im Juni 2025 mit einer besonderen Mischung aus Volksmusik zu unterhalten, die aus pennsylvanisch-deutschen Volksliedern, Liedern in pfälzischer Mundart und ein paar englischen Stücken besteht.

Prof. C. Richard Beam – Der Herr der Wörter

Der 90. Geburtstag – Dick Beam und Michael Werner am 15. Februar 2015 in Lancaster (PA)

Zum 100. Geburtstag von Dick Beam (1925-2018) am 15. Februar 2025

„Ei Bu, wu bleibscht du dann? Es Owetiems (Abendessen) iss reddi (fertig)!“ Das waren die ersten Worte, die ich aus dem Mund von Prof. C. Richard Beam (1925-2018) aus Millersville (PA) vernahm. Es war im Juli 1994, und ich besuchte Lancaster County zum ersten Mal. Ich kam aus Deutschland und konnte – müde und damals noch mit Landkarte und ohne Handy unterwegs – sein Haus nicht finden.

Ein Tankwart rief für mich an, und Herr Beam holte mich ab. In den darauffolgenden zwei Wochen arbeitete ich im Rahmen meines Promotionsstudiums in diversen Archiven und besuchte allein oder gemeinsam mit ihm Mundartsprecher und -schreiber, außerdem einige seiner Freunde, vor allem Amish und Mennoniten. Die Eindrücke dieser zwei Wochen waren so nachhaltig, dass mich der Landstrich und seine Menschen bis heute nicht mehr loslassen.

Dick Beam am „Center for Pennsylvania German Studies“ der Millersville University im Juli 1994

Professor Beam war ziemlich exakt 40 Jahre älter als ich und kannte durch seine Forschungen für das in Publikation befindliche pennsylvanisch-deutsche Wörterbuch unendlich viele Menschen – und fast jeder kannte ihn oder hatte schon von ihm gehört. Er war nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Zeitungskolumnist und Radiomoderator. Mit seinem Freund Ernest Bechtel, dem „Busch Gnippel“, verantwortete er viele Jahre die Sendung „Die Alde Kumraade“. „Der Ernie iss en groosser Gnippel aus em Busch, ich bin yuscht en gleener“, erklärte Beam einmal. Ernie war also der große Waldschrat, er nur ein kleiner. Damit war sein Spitzname gefunden: „Bischli Gnippli“.

Mit Ernie teilte Dick Beam die Kriegserfahrung. Gleich nach der High School 1943 war er eingezogen und nach der Grundausbildung nach England verlegt worden. Über den D-Day hat er in den 25 Jahren, die ich ihn kannte, nur ein einziges Mal berichtet. Er sagte, er habe Glück gehabt, erst in einer späten Welle nach Frankreich übersetzen zu müssen. Da sei der Strand längst in der Hand der Alliierten und ein Brückenkopf gebildet gewesen. Später nahm er an der „Battle of the Bulge“ teil, als die Deutschen in der Ardennenoffensive 1944/45 noch einmal versuchten, Terrain zurückzugewinnen. Die Brücke von Remagen hat er mit der US Army überquert, bevor sie einstürzte. Für ihn war es ein Überlebensvorteil, deutsch zu können: „Dass ich in der High School zwei Jahre Hochdeutsch hatte, qualifizierte mich für Übersetzungsaufgaben. Das hat mir vielleicht das Leben gerettet.“ Kurz vor seinem Tod hat er mir einmal gesagt: „Ich bin nach Deutschland gelaufen und wieder zurückgelaufen – musste keinen einzigen Schuss abgeben und niemand hat auf mich geschossen.“ Aber er hätte geschossen, auch daran ließ er keinen Zweifel. Und sein Blick auf den Krieg war differenziert: „Wir haben gegen Hitler und seine Kumpane gekämpft, nicht gegen die Deutschen insgesamt.“

Dick Beam liest in der Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“ (2017)

Das hat mich schwer beeindruckt, und aus heutiger Perspektive ist das ein Blick in eine lang vergangene Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, als aus Deutschland und Amerika Partner und schließlich Verbündete und Freunde wurden. Heute muss man sich an die für uns sehr wichtige deutsch-amerikanische Partnerschaft angesichts der US-Tagespolitik ja manchmal wehmütig erinnern. Dick Beam begleitete diesen Prozess der transatlantischen Annäherung, studierte in Marburg und Wien und kam mit seiner Frau Dorothy später für drei Jahre –1967 bis 1970 – nach Deutschland zurück, um in der Forschungsstelle des Deutschen Sprachatlasses mitzuarbeiten. Kurzum: Dick Beam, der im Januar 2018 im Alter von fast 93 Jahren verstorben ist, war ein Transatlantiker durch und durch. Konservativ, aber weltoffen und sich der besonderen globalen Verantwortung der USA immer bewusst.

Sein erstes Wörterbuchprojekt hieß „Abridged Pennsylvania German Dictionary“ – ein kleines Büchlein, das 1970 von der damaligen „Heimatstelle Pfalz“ (dem heutigen Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde) herausgegeben wurde. Die bereits erwähnte Radiosendung „Die Alde Kumraade“ startete 1971 und wurde auch nach Bechtels frühem Tod immerhin bis 2013 weitergeführt. Damit war sie über 42 Jahre wöchentlich „on air“. 1975 begann er seine Zeitungskolumne „Es Pennsilfaanisch Deitsch Eck“, die der bis kurz vor seinem Tod betreute. Sie wurde von verschiedenen Publikationen in Pennsylvania und Ohio abgedruckt. Als Beam 1986 die Position eines „full professor“ an der Millersville University erhielt, gründete er das „Center for Pennsylvania German Studies“. Für viele Jahre war es der Anlaufpunkt für alle, die sich für das Pennsylvania-Deutsche interessierten – und so auch für mich. In den folgenden über 30 Jahren entstanden mehr als 40 Bücher, darunter das zwölfbändige Wörterbuch „The Comprehensive Pennsylvania German Dictionary“.

Dick Beam in seinem „Faulenzerstuhl“ („Lazy Boy“), im Vordergrund eine Ausgabe von „Hiwwe wie Driwwe“ (2005)

Die Idee, mit „Hiwwe wie Driwwe“ eine kleine transatlantische Zeitung zu gründen, die die Nachfahren der im 18. Jahrhundert Ausgewanderten mit denen der damals im „alten Land“ Verbliebenen zusammenführen sollte, habe ich zuerst mit ihm diskutiert. Er hat das Projekt sehr befürwortet und über viele Jahre aktiv begleitet. Und so entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Doktorand und Professor ab 1993 eine Zeitung, ein Deutsch-Pennsylvanisches Archiv, ein Deutsch-Pennsylvanischer Arbeitskreis als Verein hier in Deutschland und manches mehr. Was immer begonnen wurde – er war der Mentor, der uns unterstützte. Und wir wurden Freunde.

Etwa 15 mal habe ich Pennsylvania in den letzten 30 Jahren persönlich besucht, und jedes Mal blieb ich einige Tage im Lancaster County. „Herr Beam“ blieb für mich dennoch immer „Herr Beam“, auch wenn er mir im Hochdeutschen mehrfach das „du“ angeboten hat. Ich fühlte mich immer gut damit und fand es angemessen.

Der Pälzylvanier

Obituary/Todesanzeige

Interview auf RheinlOKal TV

Ein aktuelles Interview zum Buchprojekt „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ und zum „Murmeltiertag 2025“ findet sich aktuell im Youtube Channel des Senders RheinlOKal Worms. Zum Video gelangt man, wenn man hier klickt. Die Crowdfunding-Kampagne für das Buch läuft noch bis zum 28. Februar. Bitte hier unterstützen!

Elwedritsche im Backstage-Podcast

Seit heute ist Folge 176 von Leni Bohrmanns Podcast-Serie „Backstage“ online. Wir sprechen eine knappe Stunde über Migration als Motor der menschlichen Entwicklung, über unsere entfernten Verwandten in Pennsylvania, die Ursprünge unserer Kultur in der Zeit der neolithischen Revolution im fruchtbaren Halbmond Vorderasiens … und natürlich über Elwedritsche und das neue Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“. Ich bedanke mich herzlich für die Einladung. Um zum Podcast zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Noch sechs Wochen Winter!

Herbert Tiefel (Hauptmann), Uli Keidel (Ortsbürgermeister) und Wieland Benß (Förderverein Mundart Bockenheim e.V.) beim Murmeltiertag 2025

Das war nicht schön, aber unmissverständlich: Wir müssen uns auf sechs weitere Wochen Winter einstellen. Verkündet hat das „Bockrem Bert“, das Bockenheimer Murmeltier, das in einem Weinfass im Park hinter dem „Haus der Deutschen Weinstraße“ lebt. Zum Glück – oder in diesem Fall vielleicht „Un-Glück“ – spricht Herbert Tiefel die Murmeltiersprache „Groundhogese“. Als Hauptmann von „Grundsau Lodsch No. 19 im alde Land“ gehört er mit seinen 18 Kollegen anderer Groundhog Lodges in Pennsylvania zu einem ganz engen Zirkel, in dem dieses Wissen weitergegeben wird. Rund 150 Gäste waren im Park anwesend uns sahen bei bestem Sonnenschein nicht nur ihren eigenen Schatten, sondern auch den Schatten von „Bockrem Bert“. Und damit war’s passiert, denn auch Bockrem Bert war sich angesichts der Faktenlage sicher: Schatten gesehen – der Winter bleibt noch sechs Wochen! Machen wir alle das Beste draus …