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Michael Dostal – Der “VielPfälzer”

Michael Dostal hat mit seinem Magazin “VielPfalz” die Pfalz zehn Jahre publizistisch begleitet (Foto: VielPfalz)

Wir neigen dazu zu glauben, dass Dinge ewig währen. Das ist in unserer Natur angelegt. Deshalb wollen wir dann nicht wahrhaben, wenn sich Veränderungen einstellen. So ging es mir, als Michael Dostal mir vor einer Weile erzählte, dass er Ende des Jahres 2025 in den Ruhestand gehen wird.

Zehn Jahre – von Frühjahr 2016 bis Dezember 2025 – hat sein Magazin “VielPfalz” die Kultur, die Winzerbetriebe und die Restaurant- und Eventszene begleitet und Heft für Heft ein journalistisch hochwertiges Portrait der Pfalz gezeichnet. Hervorragende Fotografen und sehr gute freie Autorinnen und Autoren haben das möglich gemacht.

Michael und ich kamen in Kontakt, als er 2019 ein ausführliches Feature über den pfälzischen Dialekt und die Mundartwettbewerbe der Region vorbereitete. Er besuchte unsere Jury-Sitzung in Bockenheim und war auch beim Pfälzischen Mundartdichter-Wettstreit im Rahmen des Winzerfestes vor Ort, um mit Autorinnen und Autoren zu sprechen. Dasselbe tat er auch bei anderen Wettbewerben.

Wir verstanden uns gut, und so schlug ich ihm nach dem Erscheinen des Features in der ersten VielPfalz-Ausgabe des Jahres 2020 vor, gemeinsam mit “Hiwwe wie Driwwe” einen neuen Mundart-Preis auszuloben: das “Pfälzische Mundartgedicht des Jahres”. Die Idee war, die Siegertexte der verschiedenen Wettbewerbe eines Jahres im Folgejahr im Rahmen einer Leser-Abstimmung in den Zeitschriften “VielPfalz” und “Hiwwe wie Driwwe” gegeneinander antreten zu lassen. Die Resonanz war sehr gut, und Lothar Sattel setzte sich mit dem Text “Äfach so” als erster Sieger durch. In den darauffolgenden Jahren wechselten sich Norbert Schneider und Maritta Reinhardt zweimal als Gewinner bzw. Gewinnerin ab, und im Jahr 2024 gewann Matthias Zech mit “des derf mer doch net”.

Nun endet die wirklich sehr nette und vertrauensvolle Zusammenarbeit, was ich bedaure. Der Preis “Pfälzisches Mundartgedicht des Jahres” wird aber auch im Jahr 2026 vergeben werden. Für “VielPfalz” tritt die neue “Pfälzische Mundart-Stiftung” in das Projekt ein.

“VielPfalz” wird der Pfalz sehr fehlen. Das zeigt, wie wertvoll Michael Dostals publizistische Arbeit in den vergangenen zehn Jahren war!

Der Pälzylvanier

Die Rolle von indoeuropäischer Migrations- und Sprachgeschichte beim Entstehen der Elwedritsche

Die KI “Notebook LM” hat die Website elwedritsch.de analysiert – insgesamt mehr als 250 Seiten Inhalt, wenn man die Texte auf A4-Papier ausdrucken würde. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich in nur 15 Minuten Audio erzählen, was die indoeuropäische Migrations- und Sprachgeschichte mit dem Entstehen der Elwedritsche zu tun hat. Mit dem psychologisch-memetischen Ansatz kommt man Zusammenhang auf die Spur. Klicken Sie einfach auf das Bild …

Was die Dämonin Lilith und die SchUM-Städte mit Elwedritschen zu tun haben

Die KI “Notebook LM” hat die Website elwedritsch.de analysiert – insgesamt mehr als 250 Seiten Inhalt, wenn man die Texte auf A4-Papier ausdrucken würde. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich in nur 15 Minuten Audio erzählen, was die mesopotamische Dämonin Lilith und das Erbe der jüdischen SchUM-Städte im Rheintal mit der Entwicklung der pfälzischen Elwedritsche zu tun haben. Mit dem psychologisch-memetischen Ansatz kommt man Zusammenhang auf die Spur. Klicken Sie einfach auf das Bild …

Erfahren Sie in 15 Minuten, was eine Elwedritsch wirklich ist …

Die KI “Notebook LM” hat die Website elwedritsch.de analysiert – insgesamt mehr als 250 Seiten Inhalt, wenn man die Texte auf A4-Papier ausdrucken würde. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich in nur 15 Minuten Audio erzählen, was eine Elwedritsch wirklich ist. Mit dem psychologisch-memetischen Ansatz kommt man dem vermeintlichen Fabeltier auf die Spur. Klicken Sie einfach auf das Bild …

Volker Gallé kommt nach Ober-Olm

Zum UNESCO TAG DER MUTTERSPRACHE 2026 veranstaltet die Gemeindebücherei Ober-Olm in Zusammenarbeit mit “Hiwwe wie Driwwe” einen exklusiven Mundart-Abend mit „Mr. Rheinhessen“: Volker Gallé. Die Veranstaltung bildet gleichzeitig den Auftakt zum neuen „Mundartfestival Rheinhessen 2026“, das mit mehreren Veranstaltungen im Februar/März 2026 über die Bühnen der Region geht.

Volker Gallé wurde am 3. Mai 1955 in Alzey geboren und studierte in Mainz Germanistik, Philosophie und Ethnologie. Seit Jahrzehnten ist er als Mundartautor, Liedermacher und Regionalhistoriker aktiv — vor allem widmet er sich der Kultur, Sprache und Geschichte seiner Heimat Rheinhessen. Darüber hinaus war er viele Jahre Kulturkoordinator der Stadt Worms und hat mit seinem Einsatz das kulturelle Profil der Region nachhaltig geprägt. Über sein aktuelles Programm schreibt er:

„Mit Mundart auf der Straße aufgewachsen haben mich Lesen und Schule mit der Standardsprache vertraut gemacht. Es gab daher zwei Welten miteinander, eine mündliche und eine schriftliche Sprachwelt. Die Mundart als Literatursprache für Lieder, Gedichte und Kabarett habe ich für mich entdeckt, nachdem Kulturausflüge in Irish Folk und die Autonomiebewegung der Irokesen mich zurückgeworfen haben auf die eigene Kultur, sprachlich und historisch. Und ich begann in beiden Sprachwelten nebeneinander zu schreiben und zu performen. Daraus ist Mundartliteratur entstanden, die nicht nur Kindheits- und Heimaterinnerungen aufnimmt, sondern auch Traditionen des französischen Chansons, der Folkmusic, des Dadaismus, der modernen Lyrik und der Mischung von Sprachen. All das war eingebettet in eine bundesweite Bewegung von Mundart als Ausdrucksform von Kunst, die beispielsweise mit dem rheinhessischen Mundartwettbewerb auch die Region erfasste. Damit erhielten älterer Mundartgenres wie die Büttenrede an Fastnacht neue Geselligkeit von anderen Inhalten und Formen. Am Beispiel meiner Mundartgeschichte will ich von dieser Entwicklung erzählen sowie Texte und Lieder beisteuern, die zeigen, was ich meine.“

Der Eintritt kostet 8 Euro.