Im Oktober letzten Jahres fand in Altrip bei Ludwigshafen ein besonderes musikalisches Ereignis statt. Die deutsche Folk-Band “Pälzer Krischer” und der amerikanische Folk-Musiker Scott Reagan (aus Nazareth, PA) standen beim 19. Deutsch-Pennsylvanischen Tag zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und trugen Volkslieder in Pennsylvania Dutch und in pfälzischer Mundart vor.
Es war nicht nur ein großer Spaß für die Musiker, sondern auch für das begeisterte deutsche Publikum, das sich gut unterhalten fühlte und fasziniert feststellte, wie ähnlich das Pennsylvania Dutch dem Pfälzischen ist – selbst nach 300 Jahren Trennung. Die Veranstaltung war vom Heimat- und Geschichtsverein Altrip e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis e.V. organisiert worden. Unterstützt wurde das Event von der Atlantischen Akademie Kaiserslautern.
Unmittelbar nach dem Konzert wurde die Idee geboren, das Konzert in Pennsylvania zu wiederholen, wo viele Menschen Vorfahren haben, die im 18. Jahrhundert aus der Pfalz in die neue Welt gezogen waren. Die pfälzisch-pennsylvanische Zeitung “Hiwwe wie Driwwe” lud die Band ein, die Reise im Rahmen der Konzertreihe “Hiwwe wie Driwwe Pennsylvania Tour” durchzuführen. Unter diesem Label treten seit einigen Jahren Künstlerinnen und Künstler als Botschafter der Pfalz in Pennsylvania auf. Vier Konzerte an unterschiedlichen Orten sind im Sommer 2025 geplant.
Scott Reagan und die “Pälzer Krischer” freuen sich darauf, die Zuhörer in Pennsylvania im Juni 2025 mit einer besonderen Mischung aus Volksmusik zu unterhalten, die aus pennsylvanisch-deutschen Volksliedern, Liedern in pfälzischer Mundart und ein paar englischen Stücken besteht.
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Der Countdown läuft: Letzte Textkorrekturen werden gemacht und die Layouts abgeschlossen. Auf Instagram und in Facebook läuft eine Aufmerksamkeitskampagne mit rund 75 Motiven. Sie geben Hinweise darauf, in welchen kulturhistorischen Kontext die Elwedritsche im neuen “Hiwwe wie Driwwe”-Buch gestellt werden. Es ist eine Reise durch 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte und rund um den halben Globus notwendig, um das Rätsel zu lösen, was Elwedritsche wirklich sind.
Was sie NICHT sind, verraten wir schon hier: “Fabeltiere” oder “fantastische Tierwesen”. Die Welt, in der uns die Elwedritsche begegnen, ist auch alles andere als “fabelhaft”. Das alles sind Erfindungen der jüngeren Vergangenheit. Harry Potter hat hier sicher einen Beitrag geleistet. Es ist aber eine düstere Lebenswirklichkeit, die hinter den Elwedritsche aufscheint. Denn sie sind alt. Uralt. Ein Echo aus einer lang vergangenen Zeit …
Wir freuen uns sehr über Unterstützung bei diesem aufwändigen Projekt, das Erkenntnisse zum Thema “Elwedritsche” aus 15 Forschungsreisen nach Pennsylvania in den vergangenen 30 Jahren erstmals in einer Publikation zusammenträgt.
Das Mudderschprooch-Schreiwer Festival 2022 beim Kutztown Folk Festival
Die Schocknachricht aus Pennsylvania ging gestern durch das Internet: Die Kutztown University Foundation, die das jährliche Kutztown Folk Festival ausrichtet, hat angekündigt, die Veranstaltung im kommenden Jahr nicht durchzuführen. Es ist davon auszugehen, dass es ein Abschied für immer ist. Bei jährlichen Kosten von etwa 1 Millionen Dollar hat das Festival seit 2022 ein Defizit von rund 347.000 Dollar aufgebaut.
Es ist wahrscheinlich, dass die Zwangspause infolge der Covid-Pandemie zu dem jetzt beklagten Besucherrückgang in den vergangenen drei Jahren geführt hat. Nach Wiederaufnahme des Festival-Betriebs kamen deutlich weniger Menschen nach Kutztown. Die Veranstaltung war 1950 gegründet worden und gehörte zu den Top-Events dieser Art in den USA mit jährlich über 100.000 Besuchern an insgesamt neun Tagen. 2025 hätte man das 75. Kutztown Folk Festival gefeiert. Die jetzt getroffene Entscheidung macht diesem Jubiläum einen Strich durch die Rechnung.
Es ist ein herber Schlag für die pennsylvanisch-deutsche Mundart-Community in den USA. Das Kutztown Folk Festival, gegründet von den Professoren Don Yoder, Alfred Shoemaker und Bill Frey, war DER Treffpunkt für Mundartsprecher und Austragungsort wichtiger Events der Gemeinschaft. So wurde etwa das jährliche „Mudderschprooch Schreiwer Festival“ seit 2006 im Rahmen des Festivals durchgeführt. Diese Veranstaltung kooperierte seit vielen Jahren mit dem Förderkreis Mundart Bockenheim e.V. und dem Pfälzischen Mundartdichter-Wettstreit. Aus den Teilnahmebeiträgen in Pennsylvania wählte die Bockenheimer Jury seit 2011 einen Preisträger für den jährlichen „Hiwwe wie Driwwe Award“.
Glücklicherweise befindet sich in Kutztown auch das Pennsylvania German Cultural Heritage Center, das zur Kutztown University gehört. Aktuell überlegen die Verantwortlichen dort, die für die Mundart-Community relevanten Teile des Festivals im Rahmen der Aktivitäten des Heritage Centers durchzuführen. Dies sind derzeit allerdings nur Gedankenspiele.
Ein glücklicher Zufall ist es, dass sich vergangene Woche ebenfalls in Kutztown ein neues „Pennsylvania Dutch Steering Committee“ gegründet hat, dem wichtige Protagonisten der pennsylvanisch-deutschen Szene angehören, unter anderem mit Patrick Donmoyer, Doug Madenford und Michael Werner die Mitglieder der „Hiwwe wie Driwwe“-Redaktion. Insgesamt wollen etwa 20 Persönlichkeiten in dieser amerikanischen „Steuerungsgruppe“ mitarbeiten, um Pläne für neue Projekte und eine bessere Vernetzung und Koordination der pennsylvanisch-deutschen Aktivitäten zu erarbeiten. Das Netzwerk könnte damit auch ein Partner für den Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis e.V. sein, der in der Pfalz und angrenzenden Regionen die Kontakte nach Pennsylvania koordiniert. Nach Einstellung des Folk Festivals ist dies die gute Nachricht des Tages.
Damit bieten sich auch gute Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit zwischen den Mundart-Hauptstätten in der Pfalz und Pennsylvania: Bockenheim und Kutztown.
Dave Kline, Doug Madenford und Michael Werner (2022)Heritage Center StandMichael Werner und Herbert Tiefel (2022)Main StageDoug Madenford und Michael Werner (2022)Eric Claypoole und Herbert Tiefel (2022)Michael Werner, Dave Kline, Herbert Tiefel und Ben Rader (2022)New Paltz Band (2019)Patrick Donmoyer (2019)Seminar Stage (2019)New Paltz Band (2019)Michael Werner und Hiram Smith (2019)
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Doug Madenford erklärt in einem spannenden Interview mit Jean-Luc Busch vom Sender “RheinlOKal Worms” die besondere Situation, die der Staat Pennsylvania im amerikanischen Wahlsystem spielt. Unbedingt ansehen.
Macht mit beim "Pälzer Prosa Preis 2026". Einsendeschluss ist am 1. Februar 2026. Der Wettbewerb findet am 18. April 2026 statt.
Mundarttage Bockenheim 2026
Die Mundart-Werkstatt für pfälzische Nachwuchsautorinnen und Autoren. Termin: 18. April 2026. Bewerbungen sind bis 1. Februar 2026 möglich. Bitte dem Link folgen ...