Deutsch-Pennsylvanisches Archiv
Ab 1993 ist durch die Beschäftigung mit dem Pennsylvaniadeutschen und der Arbeit an Hiwwe wie Driwwe in Zusammenarbeit mit dem Center for Pennsylvania German Studies in Millersville (PA) in Rheinland-Pfalz ein privates Archiv pennsylvaniadeutscher Literatur entstanden, das derzeit ca. 1.500 Bücher, Ton- und Videodokumente sowie einen Korpus von ca. 16.000 pennsylvaniadeutschen Schrifttexten (gedruckte Werke, unveröffentlichte Texte, Manuskripte, Briefe etc.) umfasst. Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen pfälzische und pennsylvaniadeutsche Geschichte, Volkskunde und Sprache. Über die Jahre gab es immer wieder auch Schenkungen von Dritten, etwa C. Richard Beam (Millersville, PA), Werner Enninger (Universität Essen) und Heinz Helfrich (Universität Landau). So sind unter anderem Materialien des Essen Delaware Amish Project Team (EDAPT), eines auf mehrere Jahre angelegten soziolinguistischen Forschungsvorhabens der Universität Essen in den 1970er Jahren, heute Bestandteil des Archivs. Im Rahmen eines auf sechs Jahre angelegten Projektes wurde das Material zwischen 2016 und 2022 als Sonderbestand in die Bibliothek des Mennonitischen Forschungszentrums auf dem Weierhof (Pfalz) übertragen.
Seit Anfang 2023 ist der Bestand bibliographisch erschlossen und wird interessierten Forschern unter der Bezeichnung Deutsch-Pennsylvanisches Archiv (Registratur DPA) zur Verfügung gestellt. [veraltet] Künftig betreut die Leiterin der Einrichtung, Astrid von Schlachta, das Archiv in alleiniger Verantwortung. Michael Werner steht nach 30-jähriger Aufbauarbeit Forschenden und Interessierten weiter auf Anfrage zur Verfügung. Die Artefakte des Archivs, zu denen auch Werke namhafter pennsylvanisch-deutscher Volkskünstler zählen, wurden im September 2023 in den Bestand des Auswanderermuseums Oberalben im Landkreis Kusel überführt.
Weitere Informationen: Mennonitische Forschungsstelle






















































